FRANZ SALES HANDWERCHER

Segenspfarrer
Namensdeutung: von Franz (der Franke, der kleine Franzose) von Sales
Namenstage: Franz, Franziskus, Frank, François, Francis, Franco, Ferenc, weibl.: Franziska, Francesca, Françoise, Franka
Gedenktag: 17. August

Lebensdaten: geboren am 3. Juni 1792 in Loitershof bei Oberhausen an der Vils, gestorben am 17. August 1853 in Oberschneiding, Niederbayern

Lebensgeschichte: Franz Sales kam auf einem Einödhof zur Welt und ging nach dem Besuch des Gymnasiums in Straubing und Passau zum Philosophie- und Theologiestudium nach Landshut, wo Johann Michael Sailer, der spätere Bischof von Regensburg, sein Lehrer war. 1816 zum Priester geweiht, wurde er nach drei Kaplanjahren Pfarrer in Niederviehbach, in Tegernbach (bei Pfaffenhofen an der Ilm), Hohenegglkofen (südlich von Landshut) und ab 1836 in Oberschneiding bei Straubing – da ging ihm schon der Ruf voraus, durch seinen Segen und sein Gebet Heilung erhalten zu können. Von weit her brachte man die Kranken zum „Segenspfarrer“, um durch ihn Heilung zu erbitten. Wenn der Priester segnet, segnet der Heiland, so war Handwerchers feste Überzeugung. Dem auftrittssicheren und tieffrommen Pfarrer gelang die Glaubenserneuerung des ganzen Ortes. Er predigte und feierte die heilige Messe so eindrucksvoll, brachte den Leuten besonders den eucharistischen Segen so nahe, dass die Kirche Sonntag wie Werktag mit mehreren hundert Menschen gefüllt war. 1848 wurde ein Kirchenanbau um zwei Seitenschiffe nötig, um die Gottesdienstbesucher unterzubringen. 1843 gründete er die „Bruderschaft vom heiligsten und unbefleckten Herzen Mariens“, die nach kurzer Zeit schon 10.000 Mitglieder aus ganz Bayern und Österreich zählte, darunter auch Johann Birndorfer, den späteren Pförtnerbruder Konrad von Parzham. 1847 eröffnete er mit Hilfe einer Niederlassung der Armen Schulschwestern eine Mädchenschule. 1830 begonnen, schrieb er insgesamt 15 apokalyptische „Geistesmitteilungen“ in Versform nieder, die als Blick in die Zukunft veröffentlicht wurden und ihm den Beinamen „Mühlhiasl vom Gäuboden“ eingebracht haben. Am 17. August 1853 erlitt Pfarrer Handwercher einen Schlaganfall. Kurz kam er noch einmal zu Bewusstsein, empfing die Sterbesakramente und ging zu seinem himmlischen Vater heim.

Verehrung: Seine Gebeine ruhen seit 1953 in der Pfarrkirche Oberschneiding, wo der „Vianney Niederbayerns“ bis heute große Verehrung genießt.

 

Weitere Heilige des Tages:

Amor von Amorbach, Glaubensbote, Klostergründer
Hyazinth von Polen, Ordenspriester, Glaubensbote
Johanna vom Kreuz Delanoue, Ordensgründerin
Mammas, Märtyrer