IGNATIUS FALZON

Katechet
Namensdeutung: der Feurige (lat.)
Namenstage: Ignatius, Ignaz, Nazju, Ignatio, Ignace
Gedenktag: 1. Juli

Lebensdaten: geboren am 1. Juli 1813 in Valletta, Malta, gestorben am 1. Juli 1875 ebendort

Lebensgeschichte: Nazju Falzon kam in einer Familie von Richtern zur Welt und studierte wie seine drei Brüder Jura. Gleichzeitig war er besonders fromm und empfing mit 15 Jahren die niederen Weihen auf dem Weg zum Priestertum. Zwei seiner Brüder wurden Priester, doch er selbst hielt sich nicht für würdig genug dafür und wirkte als Katechet bei Kindern und Jugendlichen.

Während des Krimkrieges (1853–1856) hielten sich etwa 20.000 Soldaten und Matrosen auf dem britischen Protektorat Malta auf, von denen viele nach Kriegsende dort stationiert blieben. Falzon besuchte die Mannschaften und lud die katholischen, vorwiegend irischen Männer zu sich nach Hause ein, um sie im christlichen Glauben zu unterweisen und auf den Empfang der Sakramente vorzubereiten.

Dazu stießen auch viele neugierig gewordene anglikanische oder wenig konfessionell gebundene Soldaten, so dass Ignatius sich in die Jesuitenkirche von Valletta verlagern musste. Seine Schüler versorgte er mit knappen Texten, die man gut behalten konnte, sowie einer kleinen Zeitschrift, dem Trost der christlichen Seele. Auf seinen Katechismusunterricht hin konvertierten etwa 600 britische Soldaten zur katholischen Kirche.

Ignatius Falzon starb an seinem 62. Geburtstag und wurde im Familiengrab in der Immakulatakapelle der Franziskanerkirche Mary of Jesus seiner Heimatstadt Valletta beigesetzt.

Verehrung: 2001 wurde Ignatius Falzon als erster Malteser von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.

 

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