JAN BERCHMANS

Ordensmann
Namensdeutung: Gott ist gnädig (hebr.)
Namenstage: Jan, Johannes, Giovanni, Janis, Juan, Jean, John, Hans, Hannes, Johann, Yannik, weibl.: Johanna, Giovanna, Jana, Juana, Jeanne
Gedenktag: 13. August

Lebensdaten: geboren am 13. März 1599 in Diest (Brabant), gestorben am 13. August 1621 in Rom

Lebensgeschichte: Jan Berchmans war der älteste Sohn eines Gerbers und Schusters und wollte schon als Neunjähriger Priester werden. Er wurde von einem Prämonstratenser im Pfarrhaus der Diester Marienkirche unterrichtet und nach drei Jahren trotz seiner auffallenden Begabung vom Vater zurückbeordert, um einen Beruf zu erlernen und den Bedürfnissen der Familie abzuhelfen. Darauf stellte ihn zuerst der Kaplan des Beginenhofs als Dienstboten ein und übernahm seine Studiengebühren, dann ein Mechelner Domherr, der Jan ans Priesterseminar vermittelte.

1615 wechselte Berchmans an das neugegründete Mechelner Jesuitenkolleg und trat ein Jahr später der Gesellschaft Jesu bei. Zwei Jahre später wurde sein verwitweter Vater zum Diözesanpriester geweiht, starb jedoch bald darauf. Jan legte seine ersten Gelübde ab und wurde nach drei Wochen im Antwerpener Kolleg von seinen Ordensoberen weiter nach Rom geschickt, um ihm die bestmögliche Ausbildung angedeihen zu lassen.

Nach einer zehnwöchigen Fußreise traf Jan Berchmans Ende 1619 mit einem Mitbruder in Rom ein und bezog im Römischen Kolleg die Kammer seines Vorbilds Aloysius Gonzaga. Sein erstes Studienjahr bewältigte er mit so viel Fleiß und Talent, dass er ausgesucht wurde, den gesamten dreijährigen Philosophiekurs in einer öffentlichen Debatte im Sommer 1621 zu vertreten. Nach dieser erschöpfenden Disputation musste er an einer weiteren mitwirken, die seinen Gesundheitszustand vollends schwächte.

Er erkrankte am 7. August 1621 an der Ruhr, zu der eine Lungenentzündung hinzukam, ließ sich sein Kruzifix, seinen Rosenkranz und sein Exemplar der Ordensregel ans Krankenbett bringen, und verstarb eine Woche später mit 22 Jahren.

Verehrung: Berchmans wurde in der Kirche Sant’Ignazio bestattet, sein einbalsamiertes Herz gelangte von der Löwener Jesuitenkirche nach deren Abbruch in die Mechelner Liebfrauenkirche. 1865 von Papst Pius IX. seliggesprochen und zum Patron der Messdiener ernannt, wurde er 1888 von Papst Leo XIII. heiliggesprochen und zu einem Patron der Jugend erklärt. Der Jesuitenorden begeht seinen Gedenktag am 26. November. Weltweit tragen zahlreiche Jesuitenkollegien und im Bistum Shreveport, Louisiana, sogar eine Kathedrale seinen Namen.

Darstellung: als Novize mit Kruzifix, Rosenkranz und Ordensregel

Patron: der (studierenden) Jugend, der Jugend Belgiens und der Messdiener

 

Weitere Heilige des Tages:
Hippolyt, Priester, Märtyrer
Maximus der Bekenner, Kirchenvater, Märtyrer
Gertrud von Altenberg, Mystikerin
Pontianus, Papst, Märtyrer