JOHANNES DER TÄUFER

Prophet
Namensdeutung: Gott ist gnädig (hebr.)
Namenstage: Johannes, Johann, Jan, Jean, Juan, Giovanni, Janis, Hannes, Hans, Yannik, weibl.: Johanna, Jeanne
Gedenktag: 24. Juni

Lebensdaten: geboren am 24. Juni 4 v. Chr. in Ein Kerem bei Jerusalem, gestorben am 29. August 28 in Jerusalem

Lebensgeschichte: Außer Jesus und Maria ist Johannes der einzige im Heiligenkalender, dessen Geburtstag gefeiert wird; üblich ist das Gedenken am Todestag als „Geburtstag zum Himmel“. Johannes war um sechs Monate älter als Jesus, mit dem er über seine Mutter Elisabeth verwandt war. Durch seinen Vater Zacharias gehörte er zur Priesterschaft und wurde in einer Stadt im Bergland von Judäa geboren, der Überlieferung nach genauer im heutigen Ein Kerem bei Jerusalem.

Für Jesus gab es unter allen Menschen keinen größeren; der Prophet war der Bote, der ihm den Weg bereitete. Johannes lebte in der Wüste, bis er den Auftrag erhielt, in Israel aufzutreten. Er rief zur Umkehr auf, taufte im Jordan zur Vergebung der Sünden und kündigte den Messias, den Christus an. Auch Jesus ließ sich von ihm taufen, wobei ihn Johannes erkannte und als das Lamm Gottes bezeichnete, das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Darauf folgten Andreas, der Bruder des Petrus, und ein anderer Jünger Jesus nach.

König Herodes Antipas ließ Johannes einkerkern, nachdem dieser ihn wegen der Eheschließung mit seiner Schwägerin Herodias öffentlich getadelt hatte. Herodias wiederum stachelte ihre Tochter Salome an, vom König den Kopf des Täufers zu verlangen, und dieser ließ ihn schließlich enthaupten.

Verehrung/Brauchtum: Einer Legende nach wurde Johannes von Andreas in Samaria beim heutigen Nablus begraben. Die Hauptreliquie zu verwahren beanspruchen die Kirche San Silvestro in Capite in Rom, die Kathedrale von Amiens und die Umayyaden-Moschee in Damaskus.

Der Geburtstag Johannes’ des Täufers drei Monate nach Mariä Verkündigung und sechs Monate vor Weihnachten wird spätestens seit dem 4. Jahrhundert gefeiert, und Johannes gehört ohnehin zu den meistverehrten Heiligen mit zahllosen Patronaten. Das Brauchtum um den 24. Juni geht allerdings auf die Sommersonnwende zurück, die schon vorchristliche Kulturen mit Feuern und Erntefesten feierten.

Darstellung: im Fellgewand, mit Spruchband „Ecce Agnus Dei – Seht, das Lamm Gottes“, mit Lamm, Kreuzstab, bei der Taufe Jesu, enthauptet mit dem Kopf auf einer Schale

Patron: von Malta und Jordanien, Burgund, Florenz, Amiens, der Karmeliten und Malteser, der Weber, Schneider, Kürschner, Mönche, Gastwirte, Abstinenzler, Gerber, Färber, Sattler, Winzer, Fassbinder, Kaminkehrer, Schmiede, Architekten, Zimmerleute, Steinmetze, Maurer, Bauern, Musikanten, Sänger, Tänzer, Helfer bei Epilepsie, Kopfschmerzen, Heiserkeit, Schwindel, Kinderkrankheiten, Angst und Hagel

 

Weitere Heilige des Tages:
Iwan von Böhmen, Einsiedler
Wilhelm von Vercelli, Ordensgründer