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JOHANNES NEPOMUK NEUMANN


Ordenspriester, Bischof

Namensdeutung: Johannes: der Herr ist gnädig (hebr.), Nepomuk: aus (der Stadt) Pomuk

Namenstage: Johannes, Jan, Janis, Juan, Jean, John, Hans, Hannes, Johann, Yannik, weibl.: Johanna, Juana, Jeanne

Gedenktag: 5. Januar

Lebensdaten: geboren am 28. März 1811 in Prachatitz, Böhmen, gestorben am 5. Januar 1860 in Philadelphia

Lebensgeschichte: Als Sohn einer Tschechin und eines Deutschen kam Johannes Nepomuk in einfachen Verhältnissen zur Welt und trat nach seiner Matura in das Priesterseminar von Budweis ein. Dort und später an der Universität Prag erlernte er insgesamt acht Sprachen. Als sich wegen einer richtiggehenden Priesterschwemme seine Weihe um Monate verzögern sollte, in Nordamerika aber dringend Priester für die vielen Einwanderer gebraucht wurden, zog er zu Fuß bis an die französische Atlantikküste und schiffte sich nach New York ein.
Dort wurde er kaum drei Wochen nach seiner Ankunft zum Priester geweiht und bekam eine 1450 Quadratkilometer große Pfarrei in der Nähe der Niagarafälle zugewiesen, die er unentwegt und zu Fuß betreute. Nach vier Jahren missionarischer Seelsorge an den vielfach deutschsprachigen Farmern und Waldarbeitern brach er erschöpft zusammen und erholte sich in einem Redemptoristenkloster. 1840 schloss er sich dieser Ordensgemeinschaft an, um seinen Aufgaben als Seelsorger besser gewachsen zu sein.
1852 wurde er im Alter von 41 Jahren zum ersten Bischof von Philadelphia ernannt. Er gründete Schulen und Kirchen, siedelte Klostergemeinschaften in seinem Gebiet an und gründete selbst eine, die „Schwestern vom Dritten Orden des heiligen Franziskus von Philadelphia“. Seine Einfühlsamkeit und seine Bescheidenheit verliehen ihm hohes Ansehen. Doch sein unermüdlicher Einsatz für seine Diözese hatte seinen Preis – nach nur acht Jahren als Bischof brach er auf offener Straße zusammen und starb am 5. Januar 1860.

Verehrung: Sein Grab befindet sich in der Redemptoristenkirche St. Peter Apostle in Philadelphia. 1977 wurde er von Papst Paul VI. heiliggesprochen. In Obernburg am Main, dem Heimatort seines Vaters, ist Johannes Nepomuk Neumann die Unterkirche geweiht.


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