JOSEF VON NAZARETH

Bräutigam der Gottesmutter Maria
Namensdeutung: Gott hat hinzugefügt (hebr.)
Namenstage: Josef, Joseph, Giuseppe, José, Jo, Jupp, Sepp, Beppo, weibl.: Josefine, Josefa
Gedenktag: 19. März

Lebensdaten: gestorben in Nazareth

Lebensgeschichte: Der Baumeister und Zimmermann Josef von Nazareth war aus dem messianischen Stamm Davids und war mit Maria verlobt, das heißt rechtmäßig schon mit ihr verbunden. Als er bemerkte, dass Maria ein Kind erwartete, ohne dass sie zusammengekommen waren, wollte er sie nicht bloßstellen, sondern sich in aller Stille von ihr trennen. Doch ein Engel forderte ihn im Traum auf, den Sohn Gottes und seine Mutter Maria zu sich zu nehmen. Als sie nach Bethlehem zu einer vom Kaiser angeordneten Volkszählung reisten, gebar Maria das Kind Jesus dort in einem Stall. Die Heilige Familie flüchtete vor König Herodes nach Ägypten und kehrte nach dessen Tod nach Nazareth in Galiläa zurück.

Als Jesus zwölf Jahre alt war, unternahmen sie eine Wallfahrt nach Jerusalem. Auf dem Rückweg suchten die Eltern das Kind drei Tage lang in der Reisegruppe, bis sie es schließlich im Tempel von Jerusalem wiederfanden. Möglicherweise starb Josef bald darauf. Jedenfalls ist von ihm nichts weiter im Neuen Testament überliefert.

Legende: Nach dem sogenannten Jakobus-Evangelium wurde Maria im Jerusalemer Tempel erzogen und wollte sich einer Verheiratung entziehen – was im Judentum nicht vorgesehen war. Auf Gottes Veranlassung versammelten die Priester alle Unverheirateten aus dem Stamm Davids im Tempel und ließen sie einen Stab auf den Altar legen. Derjenige, dessen Stab zu blühen begann, sollte der Bräutigam Marias werden. Der schon etwas ältere Josef hielt sich einer solchen Verheiratung für unwürdig und legte seinen Stab erst gar nicht auf den Altar. Doch die Stimme Gottes entlarvte ihn, sein Stab begann zu blühen, und so wurde Maria seine Braut.

Verehrung: Josef ist einer der meistverehrten Heiligen überhaupt. Unzählige Wunder und Gebetserhörungen werden ihm zugeschrieben. Zahllose Klöster und Bruderschaften stehen unter seinem Patronat. 1870 erhielt er seine höchste Auszeichnung als Patron für die ganze Kirche. In Bayern war der Josefitag bis 1968 ein Feiertag. Papst Franziskus ließ seinen Namen in das Hochgebet einfügen.

Darstellung: meist als älterer Mann im Stall von Bethlehem, mit Zimmermannswerkzeug oder Lilie 

Patron: der ganzen Kirche, von Bayern, Böhmen, Kanada, Kärnten, Österreich, Peru, der Steiermark und Tirol, der Bistümer Osnabrück und Köln, der Sterbenden und für einen guten Tod, der Bruderschaften und Ordensgemeinschaften vom hl. Josef, der Kinder, Jugendlichen, Waisen, christlichen Familien und Ehepaare, der Arbeiter, Handwerker, Schreiner, Zimmerleute, Wagner, Ingenieure, Erzieher, Reisenden, Totengräber, Verbannten; als Helfer bei Augenleiden, in verzweifelten Lagen, Wohnungsnot, Versuchungen

 

Weitere Heilige des Tages:
Sibyllina Biscossi, Reklusin