JULIANA VON NIKOMEDIEN

Märtyrin
Namensdeutung: aus dem Geschlecht der Julier (lat.)
Namenstage: Juliana, Julie, Juliette, Julienne, Liane, Giuliana, Gilian, männl.: Julian, Julius, Jules
Gedenktag: 16. Februar

Lebensdaten: geboren um 285 in Nikomedien, heute İzmit bei Istanbul, gestorben ebendort um 304

Lebensgeschichte und Legende: Juliana wuchs in einer heidnischen Familie auf, die von Religion wenig und vom christlichen Glauben gar nichts hielt. Dafür ließ sie sich von den Christenversammlungen in den Bann ziehen, an denen sie teilnahm, so oft sie konnte.
Als sie einem Senator namens Eleusius zur Frau versprochen wurde, bestand sie darauf, dass dieser sich erst taufen lassen musste, bevor sie ihn heiratete. Trotz vieler Bemühungen der Eltern änderte sie ihre Meinung nicht. Darauf lieferte sie ihr Vater den Christenverfolgern unter den Kaisern Diokletian und Maximian aus.
Der abgewiesene Bräutigam war inzwischen Stadtpräfekt geworden und ordnete die Folter für Juliana an. Doch trotz aller Qualen, sogar nachdem man sie an den Haaren aufgehängt und mit Blei übergossen hatte, blieb sie ihrem Glauben treu. Eine Legende erzählt, der Teufel in Engelsgestalt sei in ihre Gefängniszelle gekommen, um sie vom Glauben abzubringen, doch sie entlarvte und fesselte ihn mit den eigenen Ketten.
Nachdem sich alle Martern als vergebens erwiesen hatten, wurde sie mit dem Schwert enthauptet. Wenig später nahm eine Adelige namens Sephonia den Leichnam der Heiligen mit und ließ ihn bei Neapel begraben.

Verehrung: Die älteste historische Erwähnung Julianas findet sich im Martyrologium des hl. Hieronymus (4. Jahrhundert). Seit dem 6. Jahrhundert ist ihr Kult durch Gregor den Großen bezeugt. Besondere Verehrung fand sie seit dem Mittelalter in den Niederlanden.

Darstellung: mit dem besiegten Teufel an der Kette, mit einem Kessel oder an den Haaren aufgehängt, mit Märtyrerkrone und Palme

Patronin: für eine gute Entbindung und gegen Infektionskrankheiten

Weitere Heilige des Tages:

Philippa Mareri, Äbtissin, Ordensgründerin
Simeon von Metz, Bischof