KATHARINA LABOURÉ

Ordensfrau, Mystikerin
Namensdeutung: die Reine (griech.)
Namenstage: Katharina, Kathrin, Katherine, Catherine, Katja, Karin, Karina, Kate, Káteri, Käthe
Gedenktag: 31. Dezember

Lebensdaten: geboren am 2. Mai 1806 in Fain-lès-Moutiers, gestorben am 31. Dezember 1876 in Paris

Lebensgeschichte und Bedeutung: Zoë, so ihr Geburtsname, kam am 2. Mai 1806 als das achte von zehn Kindern in einer einfachen Landfamilie in Burgund zur Welt. Mit 24 Jahren trat sie mit dem Ordensnamen Catherine ins Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern (Vinzentinerinnen) in der Pariser Rue du Bac ein. Während ihres Noviziats erschien ihr die Gottesmutter und bat sie um die Prägung einer Medaille mit der Aufschrift: „O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen“ – 24 Jahre vor dem Dogma der Unbefleckten Empfängnis.
Katharina bewahrte ihr Leben lang absolutes Stillschweigen über diese Erscheinung und vertraute sich einzig ihrem Beichtvater an, dem Lazaristenpater Jean-Marie Aladel, der die Medaille 1832 prägen ließ. Seither werden dieser weltweit verbreiteten „Wundertätigen Medaille“ zahllose Wunder zugesprochen.
Katharina arbeitete 40 Jahre lang verborgen im Hospiz ihres Ordens im tristen Pariser Vorort Reuilly bis zu ihrem Tod am 31. Dezember 1876.

Verehrung und Brauchtum: Als 1933 zur Seligsprechung ihr feuchtes Grab in Reuilly geöffnet wurde, fand man ihren Leichnam unverwest, selbst die Farbe ihrer Augen war noch zu erkennen. Sie wurde in einen Glasschrein umgebettet und im Mutterhaus der Vinzentinerinnen in der Rue du Bac bestattet, wohin bis heute eine rege Wallfahrt führt. 1954 wurde sie heiliggesprochen. Im Wappen Papst Johannes Pauls II. lassen sich Motive der Wundertätigen Medaille erkennen.

 

Weitere Heilige des Tages:
Silvester I., Papst
Jean-François Régis, Ordenspriester, Missionar
Melania die Jüngere, Wohltäterin, Klostergründerin