KATHARINA VON GENUA

Mystikerin
Namensdeutung: die Reine (griech.)
Namenstage: Katharina, Caterina, Kathrin, Katja, Karin, Karina, Káteri, Catherine
Gedenktag: 15. September

Lebensdaten: geboren 1447 in Genua, gestorben am 15. September 1510 ebendort

Lebensgeschichte: Caterina Fieschi stammte aus einer Patrizierfamilie der Republik Genua, die im 13. Jahrhundert zwei Päpste hervorgebracht hatte, und ihr Vater, Admiral Giacomo Fieschi, war unter René d’Anjou Vizekönig von Neapel gewesen. Obwohl es sie wie ihre Schwester Limbania ins Kloster zog, wurde sie mit 16 Jahren mit dem wesentlich älteren Giuliano Adorno verheiratet. Die politisch arrangierte Ehe blieb kinderlos, der Ehemann vergnügte sich außer Haus, und bald tat Caterina es ihm gleich, doch sie wurde immer trauriger. Als sie am 22. März 1473 ihre Schwester im Kloster besuchte und dort zur Beichte ging, verspürte sie gleichzeitig mit einem durchdringenden Bewusstsein ihrer Sünden den Schmerz einer überwältigenden Gottesliebe, der ihr durchs Herz schnitt. Sie verließ den Beichtstuhl, ohne die Absolution empfangen zu haben, und begann ein Leben der Buße und der Entsagung, das sie bis zum völligen Verzicht auf jegliche Nahrung außer der Eucharistie in 23 aufeinanderfolgenden Fasten- und Adventszeiten führte. Während ihre inneren, mystischen Erfahrungen zunahmen, stellte sie sich als Hilfspflegerin dem Krankenhaus Pammatone in Genua zur Verfügung und übernahm dort 1490 die Leitung der Frauenabteilung. Kurz darauf bekehrte sich ihr Ehemann und trat als Franziskanertertiar und Krankenpfleger an ihre Seite. Als sich nach seinem Tod 1497 ihre mystischen Erfahrungen vermehrten, vertraute sie sich ihrem Vorgesetzten und Beichtvater Cattaneo Marabotto an, der ihre Aussagen zur göttlichen Liebe und besonders über das Läuterungsfeuer der Armen Seelen schriftlich festhielt und um die Mystikerin eine Gemeinschaft zur Krankenpflege ins Leben rief. 1510 starb Caterina vermutlich an Magenkrebs.

Verehrung: 1675 selig- und 1737 heiliggesprochen, wurde Katharina von Genua 1844 zur Patronin der italienischen Krankenhäuser ernannt. Zuletzt bestätigte 1960 eine Kommission den unverwesten Zustand ihres Leichnams, der in einem Glasschrein in der ihr gewidmeten Kirche in Genua ruht. Ihre Vita sowie der Dialog über die göttliche Liebe und die Abhandlung über das Fegefeuer beeinflussten besonders die französische Spiritualität eines Franz von Sales, Pierre de Bérulle und Fénelon. 

Patronin: von Genua und der italienischen Krankenhäuser

 

Weitere Heilige und Feste des Tages:

Gedächtnis der Schmerzen Mariens – Dolores
Josef Kentenich, Ordensgründer
Porphyrius der Schauspieler, Märtyrer