KNUT VON DÄNEMARK

König, Märtyrer
Namensdeutung: Knoten (altnordisch)
Namenstage: Knut, Knud, Knútur, Kanut, Canute, Nuutti
Gedenktag: 10. Juli

Lebensdaten: geboren 1043, gestorben am 10. Juli 1086 in Odense

Lebensgeschichte: Knut war der drittälteste der zahlreichen, meist nebenehelichen Söhne Königs Sven Estridsson von Dänemark und begleitete seinen Vater 1069 auf dessen vergeblichem Englandfeldzug gegen Wilhelm den Eroberer. Einen weiteren, wiederum gescheiterten Feldzug nach England hat er mitbefehligt sowie erfolgreichere Expeditionen in der Ostsee angeführt – veritable Kreuzzüge unter anderem gegen die heidnischen Wenden. Als nach dem Tod des Vaters 1076 sein Halbbruder Harald den Thron bestieg, setzte er sich nach Schweden ab.

1080 folgte er dem verstorbenen Harald als König von Dänemark nach und vermählte sich mit einer Tochter des Grafen von Flandern und gemeinsamen Todfeinds des Normannenherrschers Wilhelm in England. In seinem Reich, das den Süden Norwegens und Großteile des Baltikums umfasste, begünstigte er zielstrebig die Kirche durch Güterschenkungen und die gesetzliche Abgabe des Zehnten, schärfte die Einhaltung der Fastenzeiten ein und unterstützte Kloster- und Kirchengründungen wie in Dalby, Odense, Roskilde und besonders in Lund. Im Gegenzug unterstützte die Kirche seinen umstrittenen, weil totalen Herrschaftsanspruch auf das Land und seine Menschen.

1085 versuchte er wiederum England zu erobern. Weil ihn Auseinandersetzungen mit Kaiser Henrich IV. in Schleswig banden, konnte sich seine Flotte jedoch nicht denen Flanderns und Norwegens anschließen. Als Knuts mehrheitlich aus zwangsverpflichteten Bauern bestehende Armee unter den zugunsten der Kirche enteigneten Adeligen meuterte, musste der König flüchten und zog sich nach Odense zurück. Am 10. Juli 1086 stürmten die Rebellen die Sankt-Albani-Kirche, wo Knut mit acht Gefolgsleuten dem Gottesdienst beigewohnt hatte, und töteten den König durch einen Lanzenstich am Altar.

Verehrung: Eine Missernte mit einer darauffolgenden Hungersnot wurde als göttliche Strafe für den Mord angesehen und beförderte zusammen mit Wundererzählungen von seinem Grab seinen Kult, den bereits sein unmittelbarer Nachfolger auf dem Königsthron betrieb. 1101 erreichte sein Halbbruder König Erik I. die Bestätigung seiner Verehrung als erster dänischer Heiliger durch Papst Paschalis II. Er ruht in der Krypta der Odenser Domkirche Sankt Knud, die über seiner Martyriumskirche erbaut wurde.

Darstellung: als König mit Lanze oder Pfeil, bei seinem Martyrium

Patron: von Dänemark

 

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