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LÉON-IGNACE MANGIN

P. Léon-Ignace Mangin SJ, 1900
P. Léon-Ignace Mangin SJ, 1900

Ordenspriester, Missionar, Märtyrer

Namensdeutung: Léon: der Löwe (lat.), Ignace: der Feurige (lat.)

Namenstage: Leo, Leon, weibl.: Leonie; Ignatius, Ignaz, Nazju, Ignatio, Ignace

Gedenktag: 9. Juli

Lebensdaten: geboren am 30. Juli 1857 in Verny bei Metz, gestorben am 20. Juli 1900 in Zhujiahe, Provinz Hebei, China

Lebensgeschichte: Léon-Ignace Mangin war der Sohn eines Friedensrichters in Lothringen, ging in Metz und im Jesuitenkolleg von Amiens zur Schule und trat mit 18 Jahren in den Jesuitenorden ein. Die antikirchlichen Schulgesetze der französischen Republik zwangen ihn, seine philosophische Ausbildung im belgischen Löwen zu beenden.
1882 wurde er in die Chinamission entsandt, wo er seine theologischen Studien beendete, die chinesische Sprache erlernte und 1886 die Priesterweihe empfing. Er arbeitete in verschiedenen Missionsstationen, leitete ab 1890 die Mission in der Region Hejian und ab 1897 die Mission im Apostolischen Vikariat Xinxian in Hebei, das den Jesuiten anvertraut war.
Als 1900 der sogenannte Boxerkrieg gegen den europäischen, nordamerikanischen und japanischen Kolonialismus ausbrach und sich in Form systematischer Verfolgung auch gegen chinesische Christen richtete, suchten 3.000 Menschen Zuflucht in der Missionsstation von P. Mangin.
Nach einem ersten, erfolgreich abgewehrten Angriff der Aufständischen verbarrikadierten sich die Belagerten in der Dorfkirche von Zhujiahe, die von den Boxern am 20. Juli 1900 gestürmt und niedergebrannt wurde. Mit Léon-Ignace Mangin wurden auch seine Mitbrüder Modeste Andlauer, Paul Denn und Rémy Isoré massakriert.

Verehrung: Léon-Ignace Mangins Seligsprechungsprozess wurde 1928 in China eröffnet und kam 1955 durch Papst Pius XII. zum Abschluss. Am 1. Oktober 2000 wurde er als einer der 120 Märtyrer in China mit dem gemeinsamen Gedenktag am 9. Juli von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.

 

Weitere Heilige des Tages:

Augustinus Zhao Rong, Priester, und 120 Märtyrer in China
Veronica Giuliani, Äbtissin, Mystikerin