LUDOLF VON RATZEBURG

Bischof, Märtyrer
Namensdeutung: berühmter Wolf bzw. Glücksbringer (althochdt.)
Namenstage: Ludolf, Ludolph, Liudolf, Ludo, weibl.: Ludolphine
Gedenktag: 29. März

Lebensdaten: geboren in Sachsen, gestorben am 29. März 1250 in Wismar

Lebensgeschichte: Ludolf war Mitglied des Ratzeburger Domkapitels, das nach der Regel des Prämonstratenserordens lebte, und amtierte als Kämmerer, als er 1236 zum Bischof gewählt wurde. Das Leben der Domherren unterwarf er einer so strengen Disziplin, dass das Ratzeburger Stift als „Ordensgefängnis“ galt. Ludolf war mit Fürst Johann von Mecklenburg an der Klostergründung in Rehna beteiligt und im Auftrag Papst Innozenz’ IX. politisch tätig.

Ab 1247 bestimmte die Auseinandersetzung mit Herzog Albrecht von Sachsen-Lauenburg seine Amtszeit, der Rechte und Güter aus Ludolfs Bistum beanspruchte und das Domkapitel gegen ihn einzunehmen versuchte. Schließlich wurde der Bischof im Auftrag des Herzogs von einem Lübecker Ritter gefangengenommen und gefoltert. Ludolf rettete sich zu Fürst Johann von Mecklenburg, der ihn im Franziskanerkloster von Wismar unterbrachte. Dort starb er an den Folgen seiner Haft.

Verehrung: Ludolf soll bereits vor seiner Bestattung Wunder gewirkt haben. 1340 wurde sein Andenken mit einer feierlichen Prozession seines Leichnams begangen, bis 1384 erfolgte seine Kanonisation, seine Verehrung bestätigte Papst Benedikt XIII. 1728 für den Prämonstratenserorden. Mit der Aufhebung des Bistums Ratzeburg gelangten Reliquien von Ludolf ins Prämonstratenserkloster Hamborn. Der Orden begeht sein Gedächtnis am 26. April, das Erzbistum Hamburg am 17. Februar, dem Todestag des Ratzeburger Prämonstratenser-Bischofs Evermod.

Darstellung: als Bischof, im Kerker mit Marterwerkzeugen, gemeinsam mit den weiteren Ratzeburger Prämonstratenser-Bischöfen Evermod und Isfried, bei der Heilung einer Kopfwunde

 

Weitere Heilige des Tages:
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Helmstan, Bischof
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