MAGDALENA VON CANOSSA

Ordensgründerin
Namensdeutung: aus Magdala stammend
Namenstage: Magdalena, Madeleine, Maddalena, Magda, Marlene, Lena, Lene, Leni
Gedenktag: 10. April

Lebensdaten: geboren am 1. März 1774 in Verona, gestorben am 10. April 1835 ebendort

Lebensgeschichte: Die hochadlige Maddalena Gabriella dei Marchesi di Canossa wurde nach dem frühen Tod des Vaters und der Wiederheirat ihrer Mutter von einer französischen Erzieherin so schlecht behandelt, dass sie schwer erkrankte. Nach ihrer Genesung beschloss sie, sich Gott zu weihen, und studierte dazu einige Ordensregeln. 1791 zog sie in ein Kloster der Beschuhten Karmelitinnen, das sie zehn Monate später wieder verließ, weil das Leben der Ordensschwestern nicht ihrem Empfinden entsprach.
In Verona vertraute sie sich Don Luigi Libera als ihrem Seelenführer an und fand nach Jahren endlich zu ihrer Lebensaufgabe: Sie überzeugte den zuerst widerstrebenden Bischof von Verona von ihrem caritativen Plan, verwahrloste Kinder zu versorgen und Kranke zu besuchen, gab dafür die Verwaltung des Familienpalastes und die Versorgung der Familie in andere Hände und gründete 1808 im Kloster SS. Giuseppe e Fidenzio, das ihr ausgerechnet die napoleonische Präfektur überließ, das Institut der „Töchter von der Liebe“, die später auch „Canossianerinnen“ genannt wurden.
Bis zu ihrem Tod war Magdalena auf Reisen zu ihren Niederlassungen unterwegs und unablässig um die Anerkennung ihrer Kongregation bemüht, die sie 1819 erreichte. 1828 genehmigte Papst Leo XII. ihre Regel, die sich an der des heiligen Vinzenz von Paul für die Barmherzigen Schwestern orientierte. 1831 trat ein männlicher Ordenszweig ins Leben.
Magdalena von Canossa starb am 10. April 1835.

Verehrung: Magdalena von Canossa wurde 1941 selig- und 1988 heiliggesprochen. Ihr Orden hat bis heute neben Italien auch Niederlassungen in China, England, Indien, Indonesien, Afrika und Südamerika.

 

Weitere Heilige des Tages:

Engelbert von Admont, Abt
Marcus Fantuzzi, Generalvikar
Michael de Sanctis, Mönch, Mystiker