MARGARETA VON ANTIOCHIEN

Märtyrin, Nothelferin
Namensdeutung: Perle (griech.)
Namenstage: Margareta, Margret, Margarete, Marina, Margit, Marga, Greta, Gretel, Margot, Maggie, Maret, Margitta, Marika
Gedenktag: 20. Juli

Lebensdaten: gestorben 304 in Antiochien (heute Ruinen in der Provinz Isparta, Türkei)

Lebensgeschichte und Legende: Margareta, die in der Ostkirche als Großmärtyrin Marina verehrt wird, war der Goldenen Legende nach die Tochter eines heidnischen Priesters, wurde aber von ihrer Amme christlich erzogen. Als ihr Vater das bemerkte und Margareta sich noch dazu Christus als ihrem himmlischen Bräutigam geweiht hatte, lieferte er sie dem römischen Präfekten aus – inmitten der Diokletianischen Christenverfolgung.

Der Statthalter begehrte die schöne junge Frau zur Geliebten und ließ sie, da sie ihn abwies, umso grausamer foltern. Margareta wurde mit Fackeln versengt, an den Haaren aufgehängt und mit eisernen Kämmen traktiert, bis ihre Haut in Fetzen herabhing. Sie war so entstellt, dass das gaffende Volk sich angewidert abwandte und man sie in den Kerker sperrte. Dort suchte sie der Teufel in Gestalt eines Drachen auf und drohte sie zu verschlingen, doch Margareta besiegte ihn durch das Kreuzzeichen und setzte ihm den Fuß auf den Nacken – für den Höllenfürsten eine entsetzliche Demütigung. Anderntags war sie auf wunderbare Weise wiederhergestellt und wurde wieder vor den Statthalter geführt.

Als sie wiederum ihren Glauben bekannte und sich nicht zum Kaiseropfer bewegen ließ, wurde sie auf glühende Platten gelegt und anschließend in eisiges Wasser getaucht. Als auch das ihr nichts anhaben konnte, immer mehr Zuschauer aber sich ihrem Glauben zuwandten, wurde sie enthauptet.

Verehrung: Margaretas große Verehrung verdankt sich den zurückkehrenden Kreuzfahrern, die sie besonders in England bekanntmachten, wo ihr 250 Kirchen gewidmet sind, darunter St Margaret’s Church, Westminster, die Pfarrkirche des Parlaments. Ihr Gedenktag am 20. Juli, einem der wichtigsten Lostage des Jahres, machte sie zur Patronin der Bauern. Weil sie in manchen Ausschmückungen ihrer Legende tatsächlich vom Drachen verschlungen wurde und dieser zerbarst, als sie in seinem Inneren das Kreuzzeichen machte, wurde sie von Gebärenden um Hilfe angerufen. Reliquien der Nothelferin werden in der Kairiner Sankt-Marien-Kirche von Harat ar-Rum sowie im Dom S. Margherita von Montefiascone verehrt.

Darstellung: mit Drachen an der Leine und Kreuz oder Weihwasserwedel, mit Barbara und Katharina von Alexandrien samt Marterwerkzeugen, in der Ostkirche beim Verprügeln des Teufels

Patronin: von Montefiascone, der Bauern, Schwangeren, Ammen und Wöchnerinnen, bei Unfruchtbarkeit, Wunden und Gesichtskrankheiten, eine der 14 Nothelfer

 

Weitere Heilige des Tages:
Apollinaris von Ravenna, Bischof, Märtyrer
Bernhard von Hildesheim, Bischof
Elias, Prophet des Alten Testaments