MATTHÄUS

Apostel, Evangelist, Märtyrer
Namensdeutung: Gottesgeschenk (hebr.-griech.)
Namenstage: Matthäus, Matthew, Matteo, Matthieu, Mateus, Matta
Gedenktag: 21. September

Lebensdaten: gestorben nach 42 in Äthiopien, Mesopotamien oder Persien

Lebensgeschichte: Matthäus war Steuereintreiber in Kafarnaum, galt also als Kollaborateur der römischen Besatzer, und beherrschte sowohl Hebräisch als auch Griechisch sowie eine Schnellschrift. Jesus berief ihn vom Zolltisch weg in seine Nachfolge (Mt 9,9). Er taucht als Matthäus oder Levi in allen Apostellisten auf und verfasste laut Bischof Papias von Hierapolis (gestorben 135) sein Evangelium in hebräischer Sprache. Nach 42 verließ er Jerusalem und zog über das Land der Parther bis nach Persien. Clemens von Alexandrien (gestorben 215) überliefert seinen natürlichen Tod, während spätere Legenden sein Martyrium durch Erdolchen, Steinigen, Verbrennen oder Enthaupten berichten.
Im 10. Jahrhundert tauchten seine Gebeine in Paestum auf und wurden in die 1085 eingeweihte Kathedrale S. Matteo von Salerno gebracht, die in der Folge zu einem wichtigen Wallfahrtsort wurde.
Die Redewendung „Matthäi am Letzten“ bezeichnet ein letztmögliches Datum und bezieht sich ursprünglich auf den Schluss des Matthäusevangeliums „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“, hat sich wegen Matthäus’ Beruf als Steuereintreiber auch auf eine Geldnot hin verschoben.

Darstellung: bei seiner Berufung am Zolltisch, mit dem Menschen als seinem Evangelistensymbol bzw. inspirierendem Engel bei der Abfassung seines Evangeliums, bei seinem Martyrium

Patron: der Stadt und des Bistums Salerno, der Zöllner, Buchhalter, Finanz- und Bankleute, der Stillenden, Helfer bei Trunksucht

 

Weitere Heilige des Tages:

Jonas, Prophet