PATRICK

Glaubensbote, Bischof
Namensdeutung: der Adlige, der Patrizier (lat.)
Namenstage: Patrick, Pat, Paddy, Patrice, Patricio, weibl.: Patricia, Patty
Gedenktag: 17. März

Lebensdaten: geboren um 400 in Britannien, gestorben an einem 17. März um 490 in Irland

Lebensgeschichte: Patricius war der Sohn eines christlichen römischen Beamten und wurde mit etwa 16 Jahren von irischen Piraten entführt und sechs Jahre lang als Sklave in Irland festgehalten. Der ursprünglich nicht besonders fromme junge Mann arbeitete als Hirte und fand nachts in seinem Käfig Trost bei Gott. Nachdem ihm die Flucht auf den Kontinent gelungen war, wurde er im Mittelmeerkloster Lérins vom heiligen Honoratus und in Auxerre vom heiligen Germanus rudimentär ausgebildet und mit dem Segen von Papst Cölestin I. als Missionsbischof nach Irland zurückgeschickt. Im Gepäck hatte er die Traditionen der ägyptischen Wüstenväter, die das spätere Mönchtum in Irland prägen sollten.

Im Jahr 432 gelangte er mit einigen Gefährten auf der Insel an. Trotz verschiedener Schwierigkeiten mit den Stammesfürsten und Auseinandersetzungen mit den Druiden vollzog sich in wenigen Jahrzehnten eine Christianisierung des ganzen Landes. Patrick beherrschte die Sprache des Landes und kannte die Mentalität der Menschen, weswegen sie den Glauben als etwas Eigenes annahmen. Beigetragen hat dazu auch die volkstümliche Art Patricks, den Glauben zu erklären. Das verdeutlicht die Anekdote, nach der Patrick die Dreifaltigkeitslehre anhand eines Kleeblatts veranschaulicht hat.

Patrick gründete Kirchen und Schulen und errichtete zahlreiche Bischofssitze im ganzen Land, so dass es bald die „Insel der Heiligen“ hieß. Er starb an einem 17. März um das Jahr 490 und liegt in Downpatrick begraben.

Verehrung/Brauchtum: Die Beliebtheit Patricks geht auf sein göttlich gewährtes Privileg zurück, am Letzten Tag über die Iren Gericht sitzen zu dürfen. Sein Festtag wird über Irland hinaus überall dort gefeiert, wohin Iren in großer Zahl ausgewandert sind. Die Menschen tragen Grün, schmücken sich mit dem Kleeblatt, dem Nationalsymbol, und feiern auf den Straßen. Den Berg Croagh Patrick, auf dem Patrick der Legende nach sein Gerichtsamt ausgehandelt hat, besteigt man traditionell auf Knien.

Im indischen Bundesstaat Kerala wird er unter der christlichen Bevölkerung besonders als Patron gegen Schlangenbisse verehrt, weil er Irland von Schlangen befreit haben soll.

Darstellung: in Bischofsgewändern mit Schlange, Feuer oder Kleeblatt

Patron: von Irland, der Bergleute, Friseure, Schmiede, des Viehs und der Armen Seelen

 

Weitere Heilige des Tages:
Gertrud von Nivelles, Äbtissin
Josef von Arimathäa, heimlicher Jünger Jesu
Konrad von Bayern, Ordenspriester