PAULINUS VON TRIER

Bischof
Namensdeutung: der Kleine, Jüngere (lat.)
Namenstage: Paulinus, Paulin, Paolino; weibl.: Pauline, Paulina, Paolina, Paulita, Paulinchen
Gedenktag: 31. August

Lebensdaten: geboren um 300 in Aquitanien (Südwestfrankreich), gestorben um 358 in Phrygien (heutige Westtürkei)

Lebensgeschichte: Paulinus entstammte gallo-römischem Adel und wurde an der Kathedralschule von Poitiers ausgebildet. Als Maximin, der Bruder des Bischofs von Poitiers, nach der kaiserlichen Residenzstadt Trier reiste, um dort das Bischofsamt anzutreten, begleitete er ihn. Von Maximin empfing er auch die Priesterweihe. In Trier lernte Paulinus Athanasius kennen, der im Zuge der christologischen Auseinandersetzungen mit dem Arianismus zweimal von Alexandrien dorthin exiliert war.

346 folgte Paulinus dem verstorbenen Maximin ins Bischofsamt nach. Als Kaiser Constantius II. im Jahr 353 eine Provinzialsynode nach Arles einberief, um den rechtgläubigen Athanasius zu verurteilen und als Bischof von Alexandrien abzusetzen – Athanasius hatte die Kirchenpolitik des Kaisers kritisiert und war somit als Anhänger des Usurpators Magnentius verdächtig –, verweigerte einzig Paulinus seine Unterschrift unter ein vorbereitetes Dokument und ging sehenden Auges in die Verbannung, die der Kaiser für diesen Fall angedroht hatte .

Paulinus wurde sofort nach Phrygien verbannt. Ihm half es nicht, dass zwei Jahre später etliche Bischöfe auf dem ebenfalls kaiserlich einberufenen Konzil von Mailand seinem Beispiel folgten und ihre Unterschrift verweigerten. Er starb 358 nach insgesamt fünfjährigem Exil.

Verehrung: Nachdem 381 das Erste Konzil von Konstantinopel die arianische Kontroverse um die wahre Gottheit und wahre Menschheit Jesu Christi endgültig überwunden hatte, wurde Paulinus rehabilitiert, seine Gebeine geborgen und von seinem Nachfolger Felix an einem 31. August vor 399 feierlich in Trier bestattet. Über seinem Grab, in dem der Originalsarg aus Zedernholz noch teilweise erhalten ist, erhebt sich die Kirche St. Paulin.

Darstellung: als Bischof mit Buch bzw. nizänischem Credo, mit Taube

  

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