RITA VON CASCIA

Ordensfrau, Mystikerin
Namensdeutung: von Margarita: die Perle (griech.)
Namenstage: Rita, Margarita, Margret, Margarete, Margit, Marga, Greta, Margot, Maggie, Maret, Margitta, Marika
Gedenktag: 22. Mai

Lebensdaten: geboren um 1380 in Roccaporena bei Cascia (Umbrien), gestorben am 22. Mai 1457 in Cascia

Lebensgeschichte und Legende: Margherita Lotti Mancini war das Kind besonders friedliebender Eltern, die häufig zwischen streitenden Parteien vermittelten, und soll in der Wiege von Bienen mit Honig gefüttert worden sein. Obwohl es sie zum Klosterleben zog, wurde sie mit 16 Jahren mit dem reichen und stolzen Paolo di Ferdinando di Mancino verheiratet, der sich als gewalttätig erwies und 1401 ermordet wurde. Als ihre Zwillingssöhne Giangiacomo Antonio und Paolo Maria erwachsen waren und Blutrache schworen, versuchte Rita, sie davon abzubringen und betete, dass sie nicht zu Mördern würden. Tatsächlich starben sie kurz darauf an der Pest.

Rita bat bei den Augustiner-Eremitinnen von Cascia um Aufnahme, die sich unter dem Vorwand, keine Witwen aufnehmen zu dürfen, ihrem Ansinnen verweigerten, in Wahrheit aber Mord und Totschlag fürchteten. Erst als die verfeindeten Familien Frieden vor dem Bischof schlossen, konnte sie ins Kloster eintreten. Der Legende nach hätten ihr Johannes der Täufer, Augustinus und Nikolaus von Tolentino die Pforte geöffnet.

Rita blieben 44 Jahre eines intensiven Lebens in Gebet, Gehorsam und Armut, an dessen Ende sie in einer Vision eine Wunde der Dornenkrone empfing. Auf ihrem Sterbebett bat sie eine Cousine, ihr mitten im Winter eine Rose aus dem Garten ihrer Eltern mitzubringen. Tatsächlich blühte dort ein Rosenstrauch.

Verehrung/Brauchtum: Rita wurde 1628 selig- und 1900 heiliggesprochen. Die moderne Kirche von Cascia mit ihrem unverwesten Leichnam ist ein vielbesuchter Wallfahrtsort, da Rita neben Antonius von Padua und Padre Pio von Pietrelcina eine der meistverehrten Heiligen Italiens ist. Ihre Verehrung breitete sich überall dort aus, wohin Italiener auswanderten, besonders in Frankreich. Mit der Weihe der „Rita-Rosen“ am 22. Mai gedenkt man in Italien der Helferin in aussichtslosen Anliegen.

Darstellung: in Augustinerinnentracht beim Empfang der Dornenwunde, manchmal auch in Verbindung mit dem Rosenwunder, in der Hand ein Kreuz oder einen Palmzweig mit drei Kronen

Patronin: der Wurstmacher, in aussichtslosen Anliegen, bei Prüfungsnöten, gegen Pocken

 

Weitere Heilige des Tages:
Emil, Märtyrer
Julia von Karthago, Märtyrin
Renata von Bayern, Wohltäterin