ROMUALD

Abt, Ordensgründer
Namensdeutung: ruhmreicher Herrscher (althochdt.)
Namenstage: Romuald, Romwald, Rumold, Rombout, Rumbold, Romaldas
Gedenktag: 19. Juni

Lebensdaten: geboren um 950 in Ravenna, gestorben am 19. Juni 1027 in Fabriano (Ancona)

Lebensgeschichte: Romuald war der Sohn des fränkischstämmigen Herzogs Sergio degli Onesti von Ravenna und trat – stellvertretend für seinen Vater, der einen Verwandten im Zweikampf getötet hatte – eine 40tägige Bußzeit im Benediktinerkloster Sant’Apollinare in Classe bei Ravenna an, aus der drei Jahre wurden.

Romuald überwarf sich mit den anderen Mönchen, denen er zu streng war, und verließ das Kloster, als sie ihm nach dem Leben trachteten. Er schloss sich einem Einsiedler namens Marinus an, der ihn das Eremitenleben lehrte, und zog 978 mit ihm und Pietro Orseolo, dem gestürzten Dogen von Venedig, in die Pyrenäen, wo sie eine Eremitengemeinschaft gründeten.

Nach dem Tod Orseolos kehrte Romuald 988 als Eremit nach Ravenna zurück. Auf Wunsch Kaiser Ottos III. übernahm er 1001 als Abt die Leitung des Klosters Sant’Apollinare, gab sein Amt jedoch nach nur einem Jahr wieder auf und lebte lieber sein wanderndes Einsiedlerleben weiter.

Auf seinem Weg gründete und reformierte er zahlreiche Klöster, in denen er die Benediktsregel mit Elementen des alten ägyptischen Einsiedlertums verband: Die Mönche schweigen und fasten in ihren Zellen und treffen nur zum gemeinsamen Gebet zusammen.

1010 gründete Romuald in Camaldoli sein bekanntestes Kloster, von dem der Kamaldulenserorden seinen Namen hat. Er starb am 19. Juni 1027 in der abgeschiedenen Klause von Val di Castro bei Fabriano.

Verehrung: Romuald wurde bereits 1032 seliggesprochen. Papst Clemens VIII. erklärte ihn 1595 zum Heiligen. Seine Reliquien ruhen seit 1481 in einem Marmorschrein in der heutigen Kirche Ss. Biagio e Romualdo in Fabriano.

Darstellung: als Einsiedler, im weißen Kamaldulenserhabit, mit Himmelsleiter, Buch und Totenschädel

Patron: der Kamaldulenser

 

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