SIEBEN GRÜNDER DES SERVITENORDENS

Gedenktag: 17. Februar

Geschichte: Die sieben jungen Florentiner Kaufleute Buonfiglio Monaldi, Buonagiunta Manetti, Manetto dell’Antella, Amideo degli Amidei, Uguccione degli Uguccioni, Sostegno dei Sostegni und Alessio Falconieri waren als Mitglieder einer marianischen Bruderschaft eng befreundet und schlossen sich 1233 als „Gesellschaft der Schmerzensmutter“ zu einem gemeinsamen Leben in Buße, Armut und Gebet zusammen. Der Fokus auf die „Addolorata“ war zwei Visionen der Gottesmutter am 15. August und 8. September geschuldet, die über die bürgerkriegsartige Spaltung der Stadtbevölkerung zwischen kaisertreuen Ghibellinen und päpstlichen Guelfen Tränen vergoss.

Mit der Genehmigung des Bischofs bezogen die „Servi di Maria – Diener Mariens“, wie sie bald genannt wurden – der Name soll auf den Ausruf eines Kindes zurückgehen –, eine kleine Marienkapelle, über der sich ab 1250 die künftige Basilika della Santissima Annunziata erheben sollte, zogen selber aber weiter in die Einsamkeit und errichteten ein Kloster auf dem Monte Senario am Stadtrand.

Ab dem Tag der Erscheinung des Herrn 1234 zogen jeweils zwei Brüder nach dem Beispiel der Mendikantenorden der Franziskaner und Dominikaner bettelnd durch Florenz. Der schwarze Ordenshabit sowie die angenommene Augustinusregel gehen der Ordensüberlieferung nach auf eine Erscheinung der Gottesmutter am Karfreitag des Jahres 1239 zurück. 1249 erfolgte die erste Anerkennung des Ordens durch den päpstlichen Legaten für die Toskana, 1254 erhielt er die Erlaubnis, landesweit Klöster und Kirchen zu unterhalten.

Der Zustrom zahlreicher neuer Mitglieder brachte neue Konvente in der Toskana und in Umbrien hervor, und bis zu den 1260er Jahren gab es mit der Romagna und der Lombardei vier Ordensprovinzen unter der Gesamtleitung derjenigen Ordensväter, die inzwischen die Priesterweihe erhalten hatten. Dem 1267 zum Generalsuperior gewählten Filippo Benizzi gelang es, die Gemeinschaft über das Verbot neuer Ordensgründungen sowie seine zeitweise Aufhebung hindurch am Leben zu erhalten.

Die endgültige Approbation der Serviten 1304 durfte einzig Alessio Falconieri erleben, der 1310 mit 110 Jahren starb, nachdem er noch seiner Großnichte Juliana Falconieri bei der Gründung des weiblichen Ordenszweigs der Servitinnen oder Mantellatinnen beigestanden hatte.

Verehrung: Die sieben Väter des Servitenordens wurden 1725 selig- und 1888 von Papst Leo XIII. gemeinsam heiliggesprochen – „als ob sie eine Person wären“. Ihr gemeinsamer Gedenktag ist der Todestag Alessio Falconieris am 17. Februar.

Darstellung: bei der Vision der Schmerzhaften Gottesmutter am Karfreitag des Jahres 1239

  

Weitere Heilige des Tages:
Franz Regis Clet, Priester, Märtyrer
Finian von Lindisfarne, Abt, Bischof
Lukas Belludi, Ordensprovinzial