SIEGFRIED VON SCHWEDEN

Fresko in der Kirche von Överselö
Glaubensbote, Bischof, Märtyrer
Namensdeutung: Sieg und Friede (althochdeutsch)
Namenstage: Siegfried, Sigurd, Friedel, Friedo, Siggi, weibl.: Sigrun
Gedenktag: 15. Februar

Lebensdaten: geboren in England, gestorben am 15. Februar 1045 in Växjö, Schweden

Lebensgeschichte und Legende: Siegfried war Mönch der englischen Abtei Glastonbury und wurde um das Jahr 995 vom Norwegerkönig Olaf Tryggvason nach Skandinavien gerufen. Zuerst war er in Norwegen, dann in Nordschweden als Missionar tätig. Doch richtig Fuß fassen konnte er erst, als er weiter nach Südschweden zog. Dort war er so erfolgreich in seiner Missionstätigkeit, dass man ihm den Beinamen „Apostel von Schweden“ gab. Ob er selbst 1035 das älteste schwedische Bistum Skara in Västergötland gründete, ist unsicher. Einer Bremer Chronik nach war Siegfried der dritte Bischof.

Norwegischen und isländischen Quellen zufolge hat ein Bischof namens Sigurd, der wohl mit Siegfried identisch ist, König Olav Erikson „Skötkonung“ getauft. Bei seiner Rückkehr von der Taufe fand er die abgeschlagenen Köpfe seiner drei Neffen und Gehilfen Unaman, Vinaman und Sunaman in einem Holzzuber auf dem Heiligensee schwimmend vor. Auch Bischof Siegfried soll den Märtyrertod erlitten haben.  

Verehrung: Seit 1208 ist die Verehrung Siegfrieds in Växjö, dem Ort seines Martyriums, belegt. Seine Reliquien wurden teilweise während der Reformation vernichtet, einige werden in Kopenhagen und Roskilde verehrt.

Darstellung: als Bischof mit den Häuptern seiner Neffen in einem Holzzuber, manchmal auch mit Schiff und Teufel

Patron: von Schweden

 

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Claude La Colombière, Ordenspriester