STEPHANUS

Erzdiakon, Erzmärtyrer
Namensdeutung: der Gekrönte (griech.)
Namenstage: Stephan, Stefan, Steffen, Steve, Steven, Stefano, Etienne, István, Stipe, weibl.: Stefanie, Steffi
Gedenktag: 26. Dezember

Lebensdaten: gestorben um 35

Lebensgeschichte: Als in der Urgemeinde ein Streit zwischen den Christen mit griechischem und denen mit traditionell jüdischem Hintergrund entstand, und die Apostel die Glaubensverkündigung zugunsten wachsender caritativer Aufgaben zu vernachlässigen drohten, legten sie sieben Männern die Hand auf und machten sie zu Diakonen (Dienern).
Der Grieche Stephanus war der erste von ihnen, ein Mann „voll Gnade und Kraft“, der „Wunder und große Zeichen unter dem Volk“ wirkte (Apg 6,8). Unter der falschen Anschuldigung der Gotteslästerung wurde er vor den Hohenpriester gezerrt, vor dem er sich glänzend verteidigte, doch als Stephanus rief: „Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen“, trieben die Juden ihn aus der Stadt und steinigten ihn. Bevor er starb, betete er: „Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an“ (Apg 7,56–60).
Weil er als erster Christ für seinen Glauben starb, trägt Stephanus den Beinamen „Erzmärtyrer“.

Verehrung und Brauchtum: Die Gebeine des Erzmärtyrers wurden nach vielen Stationen im Jahr 560 in der Basilika S. Lorenzo fuori le mura neben denen des heiligen Laurentius beigesetzt. Sein Fest feiert man schon seit dem 4. Jahrhundert am zweiten Weihnachtstag. Früher wurden viele Pferdebräuche am Stephanstag abgehalten, zum Beispiel das Besprengen der Pferde mit geweihtem „Stephanswasser“ oder die Hafersegnung. Die meisten wurden später auf den Leonharditag verlegt.

Darstellung: als Diakon mit Palme, Stein oder Evangelienbuch, oft bei seinem Martyrium

Patron: von Rom, der Bistümer Passau, Esztergom und Wien, der Böttcher, Maurer, Pferde, Kutscher, Küfer, Maurer, Schneider, Steinhauer, Weber, Zimmerleute, als Helfer gegen Kopfweh, Steinleiden, Seitenstechen, Besessenheit und für einen guten Tod

 

Weitere Heilige des Tages:

Vincentia Lopez y Vincuna, Ordensgründerin