TERESA VON JESÚS

Ordensfrau, Mystikerin
Namensdeutung: von der Insel Thera stammend (griech.)
Namenstage: Teresa, Therese, Resa, Resi, Tessa, Thea
Gedenktag: 12. April

Lebensdaten: geboren am 13. Juli 1900 in Santiago de Chile, gestorben am 12. April 1920 in Los Andes, Chile

Lebensgeschichte: Juana Enriqueta Fernandez Solar gehörte zum chilenischen Landadel und wurde im Internat der Schwestern vom Heiligsten Herzen erzogen. Mit 14 Jahren entdeckte sie die „Geschichte einer Seele“ der heiligen Therese von Lisieux und hielt ihre eigenen geistlichen Erfahrungen in ihrem Tagebuch fest. 1917 las sie mit Begeisterung die Lebensgeschichte („Vida“) der heiligen Teresa von Ávila und war endgültig von ihrer eigenen Berufung in den Karmel überzeugt.

Im Mai 1919 trat sie bei den Unbeschuhten Karmelitinnen in Los Andes ein und nahm den Ordensnamen Teresa von Jesús an. Sie hatte eine solche Freude am kontemplativen Lebensstil und an der Klostergemeinschaft, dass sie damit ansteckend auf ihre Mitschwestern wirkte.

Doch Schwester Teresa erkrankte an Flecktyphus. Sie legte am 7. April 1920 „in articulo mortis“ (im Angesicht des Todes) ihre feierliche Profess ab und verstarb kurz darauf in der Osterwoche.

Von ihr sind neben ihrem Tagebuch noch 164 Briefe erhalten, die sie als Mystikerin ausweisen.

Verehrung: Gleich nach ihrem Tod setzte ihre Verehrung ein. Viele junge Frauen aus der gehobenen Gesellschaftsschicht sowie ihre jüngere Schwester folgten ihrem Vorbild und entschieden sich für ein gottgeweihtes Leben. 1987 wurde sie von Papst Johannes Paul II. selig- und 1993 als erste Chilenin heiliggesprochen. Ihr Grab besuchen monatlich etwa 100.000 Pilger.

 

Weitere Heilige des Tages:
Herta, Märtyrin
Josef Moscati, Arzt
Julius I., Papst
Zeno, Bischof