WIKTERP VON AUGSBURG

Bischof
Namensdeutung: der im Kampf Wirbelnde (althochdeutsch)
Namenstage: Wikterp, Wigbert, Wiggo, Wicho
Gedenktag: 18. April

Lebensdaten: geboren in Epfach bei Landsberg, gestorben am 18. April 771 ebendort

Lebensgeschichte: Wikterp soll Mönch und Abt in Ellwangen gewesen sein und trat 738 als erster urkundlich gesicherter Bischof von Augsburg in Erscheinung. Er unterstützte die Glaubensverkündigung des heiligen Magnus im Allgäu, indem er Mönche aus St. Gallen für seine Klosterzelle berief, dessen Kirchenbau in Waltenhofen/Schwangau weihte und von König Pippin beschenken ließ.

Wikterp war ebenfalls an der Gründung und Einweihung der Klöster, Kirchen und Städte Benediktbeuren, Wessobrunn, Ellwangen und Kempten beteiligt.

In Augsburg baute er die durch die Ungarn zerstörte Afrakirche wieder auf. Nicht undenkbar ist, dass er auch als Bischof von Neuburg amtierte, das erst von seinem zweiten Nachfolger Simpert mit Augsburg vereint wurde.

Wikterp bestimmte Tozzo, den Glaubensboten an der Seite des heiligen Magnus, zu seinem Nachfolger als Bischof von Augsburg und vermachte sein Erbe dem Augsburger Dom. Er starb in seinem Geburtsort Epfach und wurde dort in der heutigen Laurentiuskapelle bestattet.

Verehrung: Bischof Heinrich von Augsburg ließ seine Gebeine 980 erheben und 989 in der Afrakirche zu Augsburg beisetzen. 1489 wurden sie in die Kirche St. Ulrich und Afra überführt. Wikterps Kult wurde besonders von der heiligen Herluka von Bernried (gestorben 1127) verbreitet, die 36 Jahre in Epfach lebte.

Darstellung: nachts eine Kirche bauend

 

Weitere Heilige des Tages:
Herluka von Bernried, Einsiedlerin
Maria von der Menschwerdung, Ordensfrau, Mystikerin