WILLIBALD

Bischof, Glaubensbote
Namensdeutung: von kühnem Entschluss (altsächsisch)
Namenstage: Willibald, Willi, Will
Gedenktag: 7. Juli

Lebensdaten: geboren am 22. Oktober 700 in Wessex, gestorben am 7. Juli 787 in Eichstätt

Lebensgeschichte: Willibald war der erstgeborene Sohn eines südenglischen Grundherrn – die Überlieferung machte aus den Eltern Richard und Wyna ein Königspaar – und lebte von seinem sechsten bis 20. Lebensjahr im Kloster Waltham. Um 720 begleitete er seinen Vater und seinen Bruder Wunibald auf eine Pilgerfahrt nach Rom und zog von dort aus weiter nach Jerusalem, wo er drei Jahre blieb. Von 727 bis 729 lebte er in einer Klause an der Apostelkirche von Konstantinopel.
Von 729 bis 739 half er beim Wiederaufbau des heruntergekommenen Klosters Montecassino, bis ihn Papst Gregor III. auf Bitten seines Verwandten Winfrid-Bonifatius nach Germanien schickte. In Eichstätt, wo die schwäbischen, bayerischen und fränkischen Einflussbereiche zusammentreffen, erhielt er Landbesitz und wurde 740 dort von Bonifatius zum Priester geweiht.
741 weihte ihn Bonifatius bei Erfurt zum Bischof. Willibald nahm mit anfangs nur drei Gefährten die Missionsarbeit als Eichstätter Klosterbischof auf, errichtete eine Bischofskirche und unterstützte die Klostergründungen in der Region, durch die das Christentum sich verbreitete und stabilisierte, darunter auch das Eigenkloster Heidenheim, das seine Geschwister Wunibald und Walburga nacheinander leiteten.
Ab 778 diktierte Willibald der Nonne Hugeburc seine Autobiographie, die viele Einzelheiten seiner Pilgerjahre enthält.
Willibald starb 787 und wurde im Chor seiner Bischofskirche beigesetzt.

Verehrung: Seit 989 wurden seine Gebeine dreimal erhoben und ruhen heute im Willibaldschor des Eichstätter Doms. Seine Verehrung war auf das Bistum Eichstätt und Adelskreise beschränkt. Volkstümlich wurden Willibald und seine Geschwister als Schutzheilige erst während der großen Seuchen des Spätmittelalters.

Darstellung: als Bischof mit Rationale, mit Benediktsregel, zwei Pfeilen

Patron: der Diözese Eichstätt, der Gittermacher, in Jesenwang bei Fürstenfeldbruck Patron des Viehs

 

Weitere Heilige des Tages:
Edelburg, Äbtissin
Johannes von Köln, Ordenspriester, Märtyrer, und Gefährten