WUNIBALD

Glaubensbote, Abt
Namensdeutung: der Freudige und Kühne (althochdeutsch)
Namenstage: Wunibald, Winnebald
Gedenktag: 18. Dezember

Lebensdaten: geboren 701 in Wessex, gestorben am 18. Dezember 761 in Heidenheim

Lebensgeschichte: Wunibald, der Legende nach ein Königskind wie seine Geschwister Willibald und Walburga, wurde 701 im südenglischen Wessex geboren. Mit 19 Jahren begleitete er seinen Vater und seinen Bruder als Pilger nach Rom, wo er theologisch ausgebildet und in den Klerikerstand aufgenommen wurde.

Wunibald und Willibald wurden um 738 von ihrem Verwandten Winfrid-Bonifatius nach Germanien gerufen und bald darauf bei Erfurt zu Priestern geweiht, um den Glauben in Bayern und Thüringen zu verbreiten. Wunibald wurde die Leitung der thüringischen Missionsstation Sülzenbrücken anvertraut, überdies entsandte ihn Bonifatius an den Hof des Bayernherzogs Odilo, der ihm Güter überließ. 752 gründete Wunibald gemeinsam mit Willibald, der Klosterbischof in Eichstätt war, das Eigenkloster Heidenheim, dessen Abt er wurde.

Als er erkrankte, kam seine Schwester Walburga aus dem Kloster der heiligen Lioba in Tauberbischofsheim, um ihn zu pflegen. Er starb am 18. Dezember 761, zehn Jahre nach der Gründung der Abtei Heidenheim, das sich zu einem Doppelkloster erweitert hatte. Die Gesamtleitung des Familieneigentums ging auf Walburga über.

Verehrung: Wunibalds Gebeine wurden im Zuge des Klosterkirchenneubaus von Heidenheim 778 feierlich erhoben, was seine Verehrung unterstreicht. Heute gelten sie bis auf die Kopfreliquie, die im württembergischen Scheer verehrt wird, als verschollen. Bischof Gundekar II. von Eichstätt nahm Wunibald Mitte des 11. Jahrhunderts als Mitpatron seiner Diözese in sein Pontifikale auf. In Heidenheim ist das Hochgrab von 1483 noch in der alten Klosterkirche zu besichtigen.

Darstellung: als Abt mit Stab, Buch oder Maurerkelle, mit seinen Geschwistern

Patron: der Brautleute und Bauarbeiter, Mitpatron des Bistums Eichstätt

 

Weitere Heilige des Tages:
Gatianus, Bischof