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Wallfahrt

100 Jahre "Patrona Bavariae": Feierlicher Gottesdienst und Weihe an die Gottesmutter auf dem Marienplatz

100 Jahre Patrona Bavariae: Kardinal Marx hat gestern vor der Mariensäule in München die Weihe Bayerns an die Gottesmutter erneuert. (Foto: Nicolas Schnall/pba)
100 Jahre Patrona Bavariae: Kardinal Marx hat gestern vor der Mariensäule in München die Weihe Bayerns an die Gottesmutter erneuert. (Foto: Nicolas Schnall/pba)
14.05.2017

(München) Rund 10.000 Pilger aus ganz Bayern haben gestern auf dem Münchner Marienplatz den 100. Jahrestag der Einführung des Festtags „Patrona Bavariae“, von Maria als Schutzfrau Bayerns, gefeiert. Feierlicher Höhepunkt des Tages waren die gemeinsame Eucharistiefeier auf dem Marienplatz und die anschließende Marienweihe. Kardinal Reinhard Marx rief die Christen während des Gottesdienstes dazu auf, eine Botschaft der Hoffnung in die Welt zu tragen. Es sei ihr Auftrag, „in dieser Gesellschaft nicht die Miesmacher der Nation zu sein, nicht die resignativen Truppen der Vergangenheit, sondern die Vorboten der Zukunft Gottes“, sagte der Erzbischof. An dem Gottesdienst nahmen auch alle bayerischen Bischöfe teil.

 

Christen müssten „Zeugen der Hoffnung, Zeugen der Zuversicht“ sein, dafür, „dass die Welt nicht bleiben muss, nicht bleiben kann, wie sie ist“, sagte Kardinal Marx. Gott könne „Hoffnungslosigkeit in Hoffnung, Erbärmlichkeit in Herrlichkeit“ verwandeln: „Wir sind Zeugen der Hoffnung für die größeren Möglichkeiten Gottes!“ Wichtig sei das „gerade in unserer Zeit, wo so viel Bedrängnis da ist!“, betonte der Erzbischof: „Vielleicht müssen wir gerade jetzt neu entdecken, was uns das Leben aufträgt, im 21. Jahrhundert, nach vorne gewandt.“ Dabei könne die Gottesmutter eine Hilfe sein: „Mit Maria sehen wir, erfahren wir, dass der Kern des christlichen Glaubens nicht zunächst eine Lehre ist, eine Moral, ein Gedankengebäude, sondern vor allem ein Fest, eine Begegnung, eine Verzauberung der Welt, eine Öffnung der Welt“, so Kardinal Marx. „Welch ein Glück, welch eine Freude, dass wir Maria haben, dass sie mit uns geht!“

An dem Gottesdienst nahmen alle bayerischen Bischöfe teil. (Foto: Nicolas Schnall)
An dem Gottesdienst nahmen alle bayerischen Bischöfe teil. (Foto: Nicolas Schnall)

Der Gottesdienst wurde mit der Marienweihe an der Mariensäule abgeschlossen, bei der Kardinal Marx die Gottesmutter neu um Schutz und Fürsprache für das Erzbistum München und Freising und ganz Bayern bat. Vor dem Gottesdienst waren die Gläubigen der sieben bayerischen Bistümer in einer Sternprozession von verschiedenen Plätzen der Münchner Innenstadt zum Marienplatz gezogen. Begleitet wurden die Gläubigen von zahlreichen Ministranten, Fahnenabordnungen von Vereinen und Verbänden sowie Musikkapellen. Zusätzlich machte sich eine Gruppe orthodoxer Christen von der Salvatorkirche aus auf den Weg.

Zur Vorbereitung auf das Jubiläum fand in den vergangenen Jahren in jedem der bayerischen Bistümer eine Wallfahrt statt. So pilgerten vor zwei Jahren Gläubige aus ganz Bayern nach Augsburg zur „Knotenlöserin“. Weitere Informationen zur Wallfahrt gibt es auf der eigens eingerichteten Internetseite „100 Jahre Patrona Bavariae“