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Dompfarrpfründestiftung

Bauprojekt Hafnerberg: Modernes Bürogebäude für die Bischöfliche Finanzkammer

Architekt Ulrich Rumstadt erklärt das auf Nachhaltigkeit angelegte Konzept des Bauvorhabens. (Foto: Daniel Jäckel / pba).
Architekt Ulrich Rumstadt erklärt das auf Nachhaltigkeit angelegte Konzept des Bauvorhabens. (Foto: Daniel Jäckel / pba).
16.11.2017

Augsburg (pba). Am Hafnerberg 2 in zentraler Augsburger Innenstadtlage wird derzeit ein Gebäude der Dompfarrpfründestiftung generalsaniert. In dem Gebäude hatten bislang Fachabteilungen der Bischöflichen Finanzkammer, der Sankt Ulrich Verlag sowie das Diözesanarchiv ihren Dienstsitz. Seit Jahresbeginn 2017 wird das aus der Nachkriegszeit stammende Gebäude einer umfassenden Modernisierung und Revitalisierung unterzogen. Die Fertigstellung der Bauarbeiten ist für Anfang 2020 geplant. Anschließend werden dort wieder Fachabteilungen der Bischöflichen Finanzkammer beheimatet sein. Die Kosten für das Bauwerk belaufen sich bei derzeitigem Planungsstand und vorbehaltlich von Kostensteigerungen im Bauwesen auf rund 30 Millionen Euro.

Bei einem Presserundgang hat das Bistum Augsburg das Projekt Hafnerberg heute vorgestellt. Geplant wurde die Baumaßnahme vom Augsburger Architekturbüro Rumstadt. Für die Projektsteuerung zeichnet das Sankt Ulrichswerk verantwortlich. Momentan laufe die Phase des groben Abbruchs, erläuterte Architekt Ulrich Rumstadt den Zustand der Baustelle. Der Abbruch dient als Vorbereitung für die ab Anfang kommenden Jahres beginnenden Rohbauarbeiten. In dieser Bauphase werden teilweise neue Zwischenebenen eingebaut. Auf fünf Etagen sollen später rund 350 moderne Büroarbeitsplätze zur Verfügung stehen. Eine Neuerung im gesamten Gebäude wird der barrierefreie Zugang zu allen Bereichen sein. „Es war eine Vorgabe des Bauherrn, dass sowohl die einzelnen Ebenen als auch der Eingangsbereich barrierefrei gestaltet werden“, sagte der Architekt.

Abbildung Hafnerberg 2 nach Fertigstellung (Grafik: Architekturbüro Rumstadt)
Abbildung Hafnerberg 2 nach Fertigstellung (Grafik: Architekturbüro Rumstadt)

 

Ein ganz zentraler Aspekt bei der Bauplanung ist der Nachhaltigkeitsgedanke. Deshalb haben sich die Verantwortlichen der Baumaßnahme auch gegen einen Komplettabbruch und für die Generalsanierung entschieden. „Durch den Verzicht auf einen Abriss wird der Bedarf an ,grauer Energie‘ deutlich reduziert“, so der Architekt. Die Energie, die bereits zum Errichten des Gebäudes verbraucht wurde, werde so nicht noch durch Energie für Rückbau und Abtransport sowie für die Herstellung und den Transport neuer Baumaterialien erhöht. Eine effiziente Gebäudetechnik und ein neues Kühlsystem verbessern zudem den Energiebedarf des künftigen Gebäudes. „Wir wollen den Energieverbrauch so gering wie möglich halten“, erklärt Ulrich Rumstadt. Das Gebäude am Hafnerberg werde als erstes dieser Art in Augsburg eine Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) erhalten.

Auch für den späteren Bürobetrieb steht der Nachhaltigkeitsgedanke im Vordergrund. Laut Rudolf Mitterhuber, Geschäftsführer des Sankt Ulrichswerks, sei das Ziel, ein Bürogebäude mit zukunftsfähigen Arbeitsplätzen zu entwickeln. „Es ist wichtig, dass man jetzt schon Voraussetzungen für die Zukunft schafft. Deshalb planen wir Büroplätze, die auch später noch veränderbar sind.“

Das Gebäude Hafnerberg 2 im aktuellen Zustand. (Foto: Daniel Jäckel / pba)
Das Gebäude Hafnerberg 2 im aktuellen Zustand. (Foto: Daniel Jäckel / pba)