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Priesterweihe

Bischof Dr. Konrad Zdarsa weiht sechs Diakone zu Priestern

Sechs Diakone hat Bischof Dr.  Konrad Zdarsa heute im Augsburger Dom zu Priestern geweiht: Jean Kapena, P. Johannes Reiber FSO, Johannes Huber, Bischof Dr.  Konrad Zdarsa, Simon Sarapak, Helmut Wißmiller und Mathias Breimair (v.links) Foto: Annette Zoepf / pba.
Sechs Diakone hat Bischof Dr. Konrad Zdarsa heute im Augsburger Dom zu Priestern geweiht: Jean Kapena, P. Johannes Reiber FSO, Johannes Huber, Bischof Dr. Konrad Zdarsa, Simon Sarapak, Helmut Wißmiller und Mathias Breimair (v.links) Foto: Annette Zoepf / pba.
25.06.2017

Augsburg (pba). Bischof Dr. Konrad Zdarsa hat heute im Augsburger Dom fünf Diakone aus dem Bistum Augsburg und einen Diakon für die geistliche Familie „Das Werk“ in Bregenz zu Priestern geweiht.  Durch Handauflegung und Gebet haben Mathias Breimair (Mertingen), Johannes Huber (Tannhausen am Ries), Jean Kapena Mwanza (Kinshasa/Kongo), Simon Sarapak (Kempten), Helmut Wißmiller (Apfeltrach) und P. Johannes Reiber FSO (Oberreute) das Sakrament der Priesterweihe erhalten.

In seiner Predigt ermunterte der Bischof die Weihekandidaten in ihrem priesterlichen und seelsorgerlichen Dienst „ganz und ausstrahlend“ für die Gläubigen da zu sein. Im Hinblick auf die Leitung einer Pfarrei sei es für einen Pfarrer „wichtiger an wenigen Punkten ganz und ausstrahlend da zu sein, als an allen Punkten eilig und halb. Wichtiger ist, wie ich als Priester lebe, als das, was ich als Priester tue“, betonte Bischof Zdarsa. Auch wenn es für die Leitung der Gemeinde immer einen „Geistlichen, ebenso wie die Hinführung zu einer lebendigen Beziehung zu Jesus“ brauche, so sei dies „nicht nur ein Auftrag an die Priester, sondern auch eine Herausforderung an die anderen Gläubigen“. Auch in kleinen, überschaubaren Pfarreien sei der Priester nicht rund um die Uhr und überall verfügbar gewesen, wenn er seinen priesterlichen und seelsorglichen Dienst ernst genommen habe, stellte der Bischof gegenüber den zahlreichen Gläubigen im vollbesetzten Augsburger Dom fest.

Im Blick auf die Vorbereitung der Gläubigen auf den Empfang der Sakramente forderte Bischof Zdarsa von seinen Mitbrüdern im geistlichen Dienst eine noch viel mehr der einzelnen Person zugewandte Seelsorge: „Mit unbesehen jahrgangsweise vorgenommenen Firmungen und gemeinschaftlich gefeierten Krankensalbungen kommen wir diesem Bedürfnis nicht nach“, sagte der Bischof.

Den sechs Weihekandidaten sowie allen Kandidaten, die er in den vergangenen Jahren hätte weihen dürfen, bescheinigte Bischof Konrad eine besondere Vertrautheit mit den Fragen und Problemen der Kirche, der Gesellschaft und heutigen Zeit. Darüber hinaus seien sie beseelt gewesen, „von dem, wozu sie angetreten sind und dem, der sie berufen und erwählt“ habe, so Bischof Zdarsa.

Während der Weihehandlung traten die Kandidaten einzeln vor den Bischof und versprachen ihre Bereitschaft zum priesterlichen Dienst. Als Zeichen der Beauftragung und der Mitteilung des Heiligen Geistes legte der Bischof ihnen die Hände auf. Die anschließende Handauflegung durch die Weihbischöfe und alle anwesenden Priester verdeutlichte die Aufnahme der Neugeweihten in das Presbyterium, die Gemeinschaft aller Priester. Die Weihehandlung war von einigen ausdeutenden Riten begleitet: das Anlegen der priesterlichen Gewänder, die Salbung der Hände durch den Bischof, das Überreichen von Brot und Wein und die Umarmung der Neupriester durch den Bischof. Am Schluss der Heiligen Messe spendeten die Neugeweihten ihren ersten priesterlichen Segen, den Primizsegen.