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Seelsorge

Christi Hände und Füße: 18 neue Notfallseelsorger von Prälat Dr. Bertram Meier ausgesendet

13.12.2016

Die Notfallseelsorge im Bistum Augsburg hat Verstärkung bekommen: 18 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden am vergangenen Samstag von Domdekan Prälat Dr. Bertram Meier, Leiter des Bischöflichen Seelsorgeamts, in Maria unterm Kreuz in Königsbrunn für ihren Dienst gesegnet.

Teilweise sind die "Neuen" schon fertig ausgebildet und fahren selbstständig Einsätze, teilweise sind sie noch in der Hospitationsphase und fahren bei erfahrenen Kolleginnen und Kollegen mit. "Gerade im Advent steigt die Anzahl unserer Einsätze stark an", betonte Diakon Dr. Edgar Krumpen, Leiter der Notfallseelsorge im Bistum Augsburg zu Beginn des Gottesdienstes. Sowohl schwere Verkehrsunfälle wie der am 1. Advent im Unterallgäu, bei dem vier Jugendliche ums Leben kamen und einer schwer verletzt wurde, als auch Suizide und viele plötzliche Todesfälle forderten die Einsatzkräfte der Notfallseelsorge immer wieder, so Krumpen.

Dies griff Prälat Dr. Meier in seiner Predigt auf und verwies auf den Spruch, dass Christus keine anderen Füße und keine anderen Hände und kein anderes Herz habe als unsere. Gerade für die Notfallseelsorge sei es aber wichtig, die Umkehrung dieser Aussage zu erkennen und zu leben. Denn das, was die Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger aushalten, "ist auf Dauer nur auszuhalten, wenn Sie sich klar machen: Sie haben nur Christi Füße, nur Christi Hände, nur Christi Herz, um den Menschen beizustehen", wandte sich der Seelsorgeamtsleiter an die Mitarbeiter. Die Notfallseelsorger sollten sich immer wieder auf Christus besinnen und mit ihm an der Seite das Leid der Menschen aushalten. Prälat Dr. Meier bedankte sich ausdrücklich für das große Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereiches.

Der Dienst der Notfallseelsorge im Bistum Augsburg ist sehr vielfältig. Er steht Menschen zur Verfügung, die nach einem plötzlichen Tod, nach Suizid, tödlichem Verkehrsunfall oder dem Tod eines Kindes die psychosoziale Notfallversorgung und Seelsorge der Kirche brauchen. Mehr als 1.000 Mal sind die Notfallseelsorger im vergangenen Jahr zu sehr unterschiedlichen Einsätzen gefahren. Unter anderem waren etliche Mitarbeiter nach der Flutkatastrophe in Simbach am Inn und nach dem Amoklauf in München eingesetzt. Wenn Sie sich näher über die Arbeit der Notfallseelsorge informieren möchten oder Interesse haben, selbst mitzuarbeiten, wenden Sie sich direkt an das Team der Notfallseelsorge.