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Berufe der Kirche

Dienst des Diakons ist „zutiefst franziskanisch“: Bischof Konrad hat heute drei Ständige Diakone geweiht

Durch Handauflegung und Gebet in den Dienst der Kirche gestellt: Bischof Konrad hat heute drei Männer zu Ständigen Diakonen geweiht. (Foto: Annette Zoepf/pba)
Durch Handauflegung und Gebet in den Dienst der Kirche gestellt: Bischof Konrad hat heute drei Männer zu Ständigen Diakonen geweiht. (Foto: Annette Zoepf/pba)
07.10.2017

Augsburg (pba). Bischof Dr. Konrad Zdarsa hat heute im Augsburger Dom drei Männer zu Ständigen Diakonen geweiht: Artur Waibl (49) aus der Pfarrei Herz-Jesu (Augsburg), Prof. Dr. Robert Georg Wittmann (55) aus der Pfarrei St. Moritz (Augsburg) und Dr. Stefan Wolitz (45) aus der Pfarrei St. Nikolaus in Kutzenhausen. Nach großem Einsatz von Kraft und Zeit, aber im Geiste beseelt und von Gott und den Menschen getragen, seien sie nun an das Ziel ihres Strebens gelangt, um ihr endgültiges Ja zu sagen und die Diakonenweihe zu empfangen, richtete sich Bischof Konrad während der Predigt an die drei Männer.

Er bezeichnete dabei den Dienst eines Diakons der Kirche als „einen zutiefst franziskanischen Dienst“. Denn der Heilige, dessen Gedenktag wir erst vor wenigen Tagen gefeiert hätten, habe seinen Dienst und den seiner Ordensgemeinschaft als diakonischen Dienst verstanden: „Zur Unterstützung des Klerus sind wir gesandt, für das Heil der Seelen, damit das, was ihnen abgeht, durch uns ersetzt werde“, habe Franziskus zu sagen gepflegt.

„Ohne den Dienst an den Tischen, wozu die ersten Diakone der Kirche erwählt und bestimmt waren, also ohne den caritativen Dienst im engeren oder weiteren Sinne ist der geweihte Diakon nicht zu verstehen“, erklärte Bischof Konrad diesen Dienst des Diakons. Jedem, der seine Hilfe brauche, solle er dabei als dem begegnen, dem er selbst immer ähnlicher werden solle, Jesus Christus, der sich ihm in der Weihe zum Diakon endgültig vertraut gemacht habe. Ein Diakon solle in kindlicher Freude und ehrfürchtigem Staunen Christus und den Menschen und in den Menschen Christus begegnen, so Bischof Konrad weiter. „Die unablässige Suche nach Gott und die Treue in Betrachtung und Gebet lassen ihn seiner Verantwortung bewusst und seiner Berufung treu bleiben.“ Damit werde ein Diakon auch zum Vorbild. Dieses Zeugnis eines Diakons, seine Berufung zum diakonischen Dienst lasse sich auch nicht auf den innerkirchlichen Raum begrenzen. In der frühen Kirche seien Diakone bald zu wachen Verkündern des Evangeliums und zu Dienern des Wortes im zivilen Raum geworden.

Dieses Anliegen des Bischofs, Menschen zu begegnen, die unsere Hilfe brauchen, griffen die drei neu geweihten Diakone bei der Kollekte auf. Sie baten um eine Spende für das St. Vinzenz-Hospiz in Augsburg. Auch musikalisch wurde das Anliegen während des gut zweistündigen Weihegottesdienstes übersetzt. „Ubi caritas et amor, Deus ibi est“, sang einer der Chöre zur Kommunion – „Wo Güte und Liebe, da ist Gott“. An der feierlichen musikalischen Gestaltung wirkten Stefan Saule an der Orgel und das Bläserquintett Konrad Müller mit. Außerdem waren vier Chöre zu hören, die von Peter Bader geleitet wurden: der Kirchenchor St. Nikolaus aus Kutzenhausen und der Carl-Orff-Chor Marktoberdorf, außerdem Mitglieder des Schwäbischen Oratorienchors sowie der Schwäbischen Chorakademie.

 

Wer sich für eine Ausbildung zum Ständigen Diakonat interessiert, ist herzlich zu einem Informationstag in das Haus St. Ulrich nach Augsburg eingeladen. Er findet am Samstag, 4. November, von 10.00 bis 13.00 Uhr statt. Eine Anmeldung ist bis 3. November bei Diakon Gerhard Rummel möglich (0821 3166-1240).

In der Diözese Augsburg gibt es derzeit (31.12.2016) 175 Ständige Diakone: 51 sind hauptberuflich im Dienst der Diözese tätig, 90 sind Diakone mit Zivilberuf, 34 befinden sich im Ruhestand.

 

Kurzporträts der neu geweihten Ständigen Diakone gab es bereits vor kurzem bei der Ankündigung des heutigen Weihetermins.

Auf unserer Facebook-Seite gibt es eine Bildergalerie vom heutigen Gottesdienst.