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Seelsorge

Feier mit Ehejubilaren: Domdekan Meier ermuntert dazu, Hoffnung und Zuversicht zu verbreiten

Während des Gottesdienstes wurde eine Kerze zum Altar getragen, stellvertretend für alle 180 Jubelpaare. (Fotos: Annette Zoepf/pba)
Während des Gottesdienstes wurde eine Kerze zum Altar getragen, stellvertretend für alle 180 Jubelpaare. (Fotos: Annette Zoepf/pba)
03.08.2018

Augsburg (pba). Der „Tag der Ehejubilare“ während der Ulrichswoche ist längst zu einer guten Tradition geworden. Aber heuer haben sich dazu so viele Paare angemeldet, dass der Platz nicht für alle reichte. Deshalb gab es heute im Haus Sankt Ulrich und in der Basilika St. Ulrich und Afra einen zweiten solchen Festtag. 180 Jubelpaare sind dabei zusammengekommen, um auf insgesamt fast 9.600 gemeinsame Jahre zurückzublicken. Drei Paare konnten dabei heute 65 Ehejahre feiern. Es gehe im Leben wie in einer Ehe nicht darum, zu den „Jungen, Reichen und Schönen“ zu gehören, richtete sich Domdekan Dr. Bertram Meier während des Gottesdienstes in der Ulrichsbasilika an die Paare. Viel wichtiger sei es, über deren Rolle in der Kirche und in den Familien nachzudenken. 

Paare, die so lange verheiratet seien, hätten eine besondere Fähigkeit, Hoffnung und Zuversicht zu verbreiten, betonte er. Und sie hätten „oft ein besonderes Talent, den Blick auf das Wesentliche des Evangeliums zu lenken: Das Wort Gottes, das aufbaut und tröstet, das Richtung gibt und stärkt, wenn wir mit unserem Latein am Ende sind.“ Wie schön sei es, so Prälat Meier weiter, „wenn das Glaubenszeugnis nicht allein gegeben wird, sondern zu zweit, als Paar, das davon erzählen kann, wie Gott gerade in schwierigen Momenten begleitet und getragen hat.“ Gerade ältere Menschen und Paare, die so lange verheiratet seien, könnten aufgrund ihrer Erfahrung, die sie durch Höhen und Tiefen geführt habe, Brücken zwischen Vergangenheit und Zukunft schlagen. „Sie können glaubhaft erzählen, was es heißt, zu hoffen, wenn Lebenspläne jäh durchkreuzt werden.“

Nach dem Gottesdienst gab es das Angebot, noch einen Paarsegen zu empfangen.
Nach dem Gottesdienst gab es das Angebot, noch einen Paarsegen zu empfangen.

Begonnen hatte der Tag der Ehejubilare mit einem gemeinsamen Mittagessen im Haus Sankt Ulrich, bevor es eine Führung und ein Orgelkonzert in der Ulrichsbasilika gab. Nach dem Gottesdienst mit anschließender Paarsegnung fand der Tag bei Kaffee und Kuchen, Musik und Tanz einen feierlichen Ausklang.