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Weiheliturgie

„Geben Sie unserer Zeit Authentizität“: Bischof Konrad weiht drei Männer zu Ständigen Diakonen

Nach der Weihe in der Sakristei der Ulrichsbasilika (v.l.): Franz Pemsl, Bischof Dr. Konrad Zdarsa, Martin Lehmann, Franz Eduard Schmidt (Foto: Nicolas Schnall / pba)
Nach der Weihe in der Sakristei der Ulrichsbasilika (v.l.): Franz Pemsl, Bischof Dr. Konrad Zdarsa, Martin Lehmann, Franz Eduard Schmidt (Foto: Nicolas Schnall / pba)
06.10.2018

Augsburg (pba). Bischof Dr. Konrad Zdarsa hat heute, 6. Oktober, in der Basilika St. Ulrich und Afra drei Männer (Kurzporträts) zu Ständigen Diakonen geweiht. Martin Lehmann aus der Pfarrei Heiligstes Herz Jesu in Augsburg-Pfersee, Franz Pemsl aus der Pfarrei St. Ambrosius in Hergensweiler und Franz Eduard Schmidt aus der Pfarrei St. Ulrich in Königsbrunn versprachen Bischof Konrad mit ihrem „Hier bin ich“, sich in den Dienst Gottes und der Kirche zu stellen. Auch die Ehefrauen der Weihekandidaten bestätigten während der Weiheliturgie mit ihrem „Ich bin bereit“ die Frage des Bischofs nach der Bereitschaft, ihre Ehemänner bei deren Dienst zu unterstützen. 

 

In seiner Predigt ermutigte Bischof Konrad die drei künftigen Diakone, Jesus glaubwürdig nachzufolgen: „Geben Sie unserer Zeit Authentizität“, rief der Bischof ihnen zu und forderte sie auf, keine Gelegenheit zu versäumen, bei Ihrem Dienst im Auftrag des Bischofs oder des Pfarrers in Wort und Tat immer wieder deutlich werden zu lassen, dass sie aufgrund apostolischer Überlieferung der Kirche durch Handauflegung geweiht, dem Altare eng verbunden sind. Dies bedeute vor allem eines: „Jesus Christus verbunden sein und stetig darum bemüht, ihm ähnlicher und ähnlicher zu werden und gegebenenfalls sogar bereit, mit ihm zu leiden.“

 

Bischof Konrad während des Weihegebets, die drei neuen Diakone knien vor dem Altar.
Bischof Konrad während des Weihegebets, die drei neuen Diakone knien vor dem Altar.

 

Diese Christusbezogenheit sei es, derer sich die Diakone immer wieder neu zu vergewissern hätten, so der Bischof. „Wenn wir das Evangelium verkünden und Gottes Wort auslegen, dann sind es doch nicht wir, sondern dann ist es doch der auferstandene und erhöhte Herr, der zu den Menschen spricht.“ Durch Gnade erwählt, dürften wir ihm unsere Person und Ausbildung, unser Wissen und unsere Stimme zur Verfügung stellen, betonte Bischof Konrad. Neben dem Dienst der Verkündigung und in der Liturgie sei es vor allem der Dienst helfender Liebe, an dem der Diakon als wahrer Jünger Jesu zu erkennen sei. „Der Diakonat ist die eine Münze, deren zwei Seiten, die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten nur von lebendigen Personen gelebt und gleichzeitig ausgezahlt werden können.“

Nach der Handauflegung und dem Weihegebet folgten die ausdeutenden Riten wie das Anlegen der liturgischen Gewänder und die Überreichung des Evangeliars, das jeder Diakon mit folgenden Worten aus den Händen des Bischofs erhielt: „Empfange das Evangelium Christi: Zu seiner Verkündigung bist du berufen. Was du liest, ergreife im Glauben, was du glaubst, das verkünde und was du verkündest, das erfülle im Leben“. Zudem wurden die Neugeweihten nach dem Bischof von allen anwesenden Diakonen zum Friedensgruß umarmt.

Insgesamt gibt es im Bistum Augsburg nun 179 Ständige Diakone. Davon sind 93 Diakone mit Zivilberuf, 49 üben den Dienst als Diakon hauptberuflich aus und 37 sind im Ruhestand.