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Ulrichswoche

Gottesdienst der Nationen bringt einen Hauch von Pfingsten in die Ulrichsbasilika

Die afrikanische Gemeinde gestaltete den Halleluja-Ruf und zog dabei in einer feierlichen Prozession unter Trommelklängen durch das Mittelschiff der Ulrichsbasilika vor den Altar. (Foto: Annette Zoepf/pba)
Die afrikanische Gemeinde gestaltete den Halleluja-Ruf und zog dabei in einer feierlichen Prozession unter Trommelklängen durch das Mittelschiff der Ulrichsbasilika vor den Altar. (Foto: Annette Zoepf/pba)
09.07.2017

Augsburg (pba). Menschen aus verschiedenen Ländern und mit verschiedenen Sprachen, aber mit einem gemeinsamen Glauben: Im Rahmen der Ulrichswoche wurde heute in der Basilika St. Ulrich und Afra der Gottesdienst der Nationen gefeiert. Dabei wehte – neben Weihrauchschwaden – auch ein Hauch von Pfingsten durch die Basilika. Die Teilnehmer des Gottesdienstes sangen zur Eröffnung „Lobe den Herren“ in ihrer jeweiligen Sprache, ebenso das „Großer Gott, wir loben dich“. Auch das „Vater unser“ beteten die Gläubigen in ihren Muttersprachen. So war zwar nicht ein vielstimmiger, aber ein sehr beeindruckender vielsprachiger Chor zu hören. So ähnlich mag es vielleicht auch an Pfingsten gewesen sein.

Msgr. Perego, der Bischöfliche Beauftragte für die muttersprachlichen Gemeinden. (Foto: Annette Zoepf/pba)
Msgr. Perego, der Bischöfliche Beauftragte für die muttersprachlichen Gemeinden. (Foto: Annette Zoepf/pba)

Seit mehreren Jahrzehnten gebe es in der Stadt und der Diözese Augsburg bereits die Gemeinden anderer Muttersprachen, begrüßte Monsignore Dr. Alessandro Perego die Gläubigen. Der Domvikar stammt selbst aus Italien und ist der Bischöfliche Beauftragte für die Seelsorge dieser Gemeinden in unserer Diözese. 18 Gemeinden gebe es und 14 Sprachgruppen, sagte er. Sie hätten „entscheidend zum vertrauensvollen Miteinander zwischen Einheimischen und Zugewanderten beigetragen“, bedankte sich Msgr. Perego.

In der Predigt stellte er die Frage, in welche Richtung wir in unserem Leben gehen wollen. Er verglich dies mit einem Navigationsgerät. Auch dieses könne nur ans Ziel führen, wenn ein solches eingegeben sei. Ähnlich sei es mit der Sehnsucht nach Gott, sagte der Monsignore. Es gehe um die Frage, wo eine solche Begegnung mit ihm stattfinden könne. Denn die Menschen hofften darauf, dem wahren Gott zu begegnen. Im Zwischengesang habe es geheißen: „Singt dem Herrn, alle Länder der Erde! Verkündet sein Heil von Tag zu Tag“. Es sei schön und erfreulich, mit Menschen aus unterschiedlichen Nationen zusammenkommen, um von den Gedanken Gottes zu hören, sein Heil zu verkünden und ihn zu preisen, so der Domvikar.

Wenn dies geschehe, bei einem solchen Fest der Völker, könnten aus Schwertern Pflugscharen werden und dann könne es Frieden auf der Welt geben, sagte er mit Bezug auf den Propheten Jesaia. „Wo ist also dieser Ort des Friedens?“, fragte Msgr. Perego. Wir seien heute im Rahmen der Ulrichswoche zum Gottesdienst der Nationen zusammengekommen. „Wir, Leute aus verschiedenen Völkern, Nationen und Sprachen. Jedes mal, wenn Christen an einem Ort zusammenkommen, um Gottesdienst zu feiern, begegnen sie Gott und seinem Beispiel.“

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdiens von Chören der verschiedenen Gemeinden. (Foto: Annette Zoepf/pba)
Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdiens von Chören der verschiedenen Gemeinden. (Foto: Annette Zoepf/pba)

Nach diesem Beispiel zu leben bedeute, nach den Seligpreisungen zu leben und sie tun. „Die Seligpreisungen zeigen uns, nach welcher Lebensform wir leben sollen. Sie bieten Orientierung für unser Leben.“ Sie sei die Lebensform, zu der wir als Christen berufen seien. Wenn wir täglich nach dem Willen Gottes lebten, seinem Beispiel folgten und ihm in unserem Leben mit ganzen Herzen dienten, dann könnten wir ihm begegnen. „Dann erfahren wir ihn“, so Monsignore Perego. „Dann erfahren wir sein Heil. Dieses Heil wollen wir in unserem Leben von Tag zu Tag verkünden. Das wünschen wir uns. Das wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen.“

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von den Chören der ungarischen, italienischen und polnischen Gemeinde. Die afrikanische Gemeinde gestaltete den Halleluja-Ruf und zog dabei in einer feierlichen Prozession unter Trommelklängen durch das Mittelschiff der Ulrichsbasilika vor den Altar.