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Karwoche

Gründonnerstag: "Das ist heute" (Hochgebet)

13.04.2017

Die Bezeichnung "Gründonnerstag" mag beim Blick auf die Feier des Letzten Abendmahls Jesu mit den zwölf, in engster Nachfolge stehenden Jüngern zunächst verwundern: „Grün“ leitet sich allerdings vom mittelhochdeutschen grinen / greinen (klagen) ab. Damit wird schon auf die Todesangst Jesu am Ölberg und das bevorstehende Leiden, das in der Feier am Karfreitag im Mittelpunkt steht, hingewiesen. Warum? In der Messe vom Letzten Abendmahl werden gleichsam Tod und Auferstehung Jesu Christi vorweggenommen: Jesus deutet seinen bevorstehenden Tod als Selbsthingabe für die Versöhnung der ganzen Menschheit mit Gott: "Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt“ (1 Kor 11,23-26)

Zwar wird dieses Geheimnis unserer Erlösung in jeder Messfeier gegenwärtig gesetzt. Aber am Gründonnerstag wird im Hochgebet mit dem Einschub "das ist heute" in besonderer Weise an die Einsetzung der Eucharistie beim letzten Abendmahl Jesu mit dem Zwölferkreis in Jerusalem  erinnert.

Eine weitere Besonderheit der Messfeier am heutigen Abend stellt die Fußwaschung im Anschluss an die Predigt dar: Wie nach dem Johannesevangelium Jesus seinen Jüngern die Füße gewaschen hat, so vollzieht dies in der heutigen Messfeier der Zelebrant an mehreren ausgewählten Gläubigen. Dieser Dienst Jesu sollte Liebesdienst und Sündenvergebung in einem sein (vgl. Joh 13,3-17).

Am Ende der Messe vom letzten Abendmahl wird das Allerheiligste, der eucharistische Leib Christi, vom Tabernakel an einen anderen würdigen Ort verbracht. Der Tabernakel bleibt bis zur Feier der Osternacht leer und geöffnet, der Altar wird komplett abgedeckt. Orgel, Altarschellen und Kirchenglocken verstummen ab dem Gloria-Gesang der Gründonnerstagsliturgie bis zum Gloria in der Feier der Osternacht.

In vielen Kirchen gibt es am Gründonnerstag nach der Feier des Letzten Abendmahls die Möglichkeit zur Eucharistischen Anbetung. Es ist die Zeit des Wachens und Betens mit dem Herrn, der am Ölberg seinen Leidens- und Kreuzweg beginnt.