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Weltkirche

Landsberg hört und erlebt Weltkirche: Festgottesdienst zum Weltmissionssonntag mit Bischof Konrad

Weltmissionssonntag in Landsberg am Lech mit Bischof Konrad und Gästen aus Burkina Faso. (Foto: Nicolas Schnall / pba)
Weltmissionssonntag in Landsberg am Lech mit Bischof Konrad und Gästen aus Burkina Faso. (Foto: Nicolas Schnall / pba)
22.10.2017

Landsberg/Augsburg (pba). Mit der heutigen Feier des Weltmissionssonntags hat der diesjährige Monat der Weltmission im Bistum Augsburg einen stimmungsvollen Abschluss gefunden. Beim Festgottesdienst mit Bischof Dr. Konrad Zdarsa und Gästen aus Burkina Faso in der Pfarrkirche Zu den Heiligen Engeln in Landsberg am Lech konnten hunderte Gläubige Weltkirche hören und erleben. Pfarrer Gregory Herzel freute sich besonders, zum 50-jährigen Jubiläum seiner Pfarrei dieses Fest des Glaubens in Verbundenheit mit der Diözese und der Weltkirche auszurichten. Musikalisch füllten der Chor Carmina Nova, Bernhard Brosch an der Orgel und der Meistertrommler Mamadou Sanou den Kirchenraum mit internationalen Klängen.

Bischof Konrad bezeichnete in seiner Predigt die zahlreichen Begegnungen und Veranstaltungen mit den Gästen aus dem westafrikanischen Land in den vergangenen Wochen an verschiedenen Orten der Diözese als „außerordentliche Erfahrung“, die vor allem eines bewirkt hat: Gegenseitig voneinander zu lernen. Der Bischof verwies dabei auch auf Burkina Faso als Modell für den interreligiösen Dialog zum Erhalt des Friedens im Land. „Der wahre Friede bedarf immer neuer Bereitschaft“, ermutigte Bischof Konrad auch mit Blick auf die jüngere Vergangenheit und die aktuelle gesellschaftliche Situation in Europa. Das Zeugnis jedes einzelnen Christen könne dabei eine wesentliche Rolle spielen. Bischof Konrad sei davon überzeugt, dass ein glaubwürdig gelebtes christliches Leben nach wie vor eine immense politische und gesellschaftliche Sprengkraft habe.

Dabei sei für ihn das Leitmotiv des Weltmissionssonntags „Du führst uns hinaus ins Weite“ nicht nur ein Bekenntnis, sondern ein persönliches Gebet. „Gott führt uns hinaus ins Weite, er erweitert unseren Horizont und macht unsere Finsternis hell“, so der Bischof. Ausdruck davon ist das missionarische Handeln der Kirche: „Sich selber senden zu lassen und Rede und Antwort zu geben von dem, was uns trägt.“

Kardinal Philippe Ouédraogo, Erzbischof von Ouagadougou, bedankte sich am Ende des Gottesdienstes im Namen der Delegation aus Burkina Faso, dass sein Land für die diesjährige missio-Kampagne zum Weltmissionssonntag ausgewählt wurde. Er und seine Landsleute seien in den vergangenen Wochen in vielen deutschen Diözesen unterwegs gewesen, um das Glaubenszeugnis miteinander zu teilen und sich gegenseitig im Glauben zu stärken. „Das Missionarische in unserer Kirche hat dieselbe Aktualität wie vor 2000 Jahren“, betonte er. Die vielen Menschen, die Christus nicht kennen - in Burkina Faso, aber auch hier in Europa – seien für jeden von uns Herausforderung, das Evangelium für sich zu entdecken und neue Wege zu finden es in die Welt hinauszutragen, so der Kardinal.  

Im Anschluss an den Gottesdienst bot sich Jung und Alt ein buntes Programm: Nach dem gemeinsamen Mittagessen konnten sich die Erwachsenen über die Chancen wie auch Probleme in Burkina Faso aus erster Hand informieren, während die Kinder und Jugendlichen  unter anderem Trommeln bastelten. Pfarrer Dr. Ulrich Lindl, Leiter der Abteilung Mission-Entwicklung-Frieden, unterstrich bei dieser Gelegenheit, dass der Weltmissionssonntag durchaus den Charakter eines Familientreffens haben dürfe. „Als Familie zusammenleben und zusammendenken ist ein gemeinsames Anliegen der Einen Welt“, so Pfarrer Lindl. Ein besonderes Lob richtete er an die Mitglieder der Pfarrei: „In Landsberg hat die weltkirchliche Arbeit schon immer ihren Platz.“

Die zentralen Feierlichkeiten zum bundesweiten Abschluss des Monats der Weltmission fanden heuer in der Diözese Augsburg statt. Gäste aus dem Beispielland Burkina Faso besuchten in den vergangenen Wochen Pfarreien, Schulen, Klöster und kirchliche Einrichtungen, um über die Pastoral in ihrer Heimat in Westafrika zu berichten.