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Schule und Religionsunterricht

„Missio Canonica“: Weihbischof Florian Wörner verleiht 123 neuen Religionslehrern die kirchliche Lehrerlaubnis

123 neuen Religionslehrern hat Weihbischof Florian Wörner heute die kirchliche Lehrerlaubnis erteilt. (Foto: Maria Steber / pba)
123 neuen Religionslehrern hat Weihbischof Florian Wörner heute die kirchliche Lehrerlaubnis erteilt. (Foto: Maria Steber / pba)
14.07.2017

Augsburg (pba). Der Leiter der Hauptabteilung Schule, Weihbischof Florian Wörner, hat heute bei einem feierlichen Gottesdienst im Augsburger Dom 123 neuen Religionslehrerinnen und Religionslehrern im Bistum Augsburg die „Missio Canonica“ verliehen. Die Kandidaten verfügen damit über die kirchliche Erlaubnis, an ihren Schulen katholischen Religionsunterreicht halten zu dürfen.

In seiner Predigt sprach Weihbischof Wörner den jungen Lehrerinnen und Lehrern Mut für ihren Dienst in den Klassenzimmern zu: „Ich wünsche Ihnen immer ein gutes ‚Händchen‘ dafür, dass Ihre Stunden im Fach Religion zu Orten werden, wo die Schüler sich angenommen fühlen, wo sie ernst genommen werden und wo sie mit Menschen in Kontakt kommen, die Zeugnis ablegen vom Herrn.“ Als Lehrer sei es wichtig, sich stets auch für die Anliegen der Schüler zu interessieren: „Für ihre Fragen nach Lebenssinn, nach Leiden und Tod, für Grenzerfahrungen, der Frage nach Gott“. Diese Aufgabe, so Weihbischof Wörner, dürften die Lehrenden jedoch in dem Bewusstsein ablegen, „dass sie dabei nicht alleine sind, sondern Gott ihnen Mut und Kraft“ gebe. 

Ausgehend vom Evangelium um die Begegnung Jesu mit dem Zollpächter Zachäus, fragte der Weihbischof die Lehrerinnen und Lehrer nach Orten, an denen sie bereits wie Zachäus die Erfahrung gemacht hätten, von Gott angeschaut worden zu sein. Zachäus hätte eine „unendliche Sehnsucht nach Mehr“ gehabt, „er wollte Jesus sehen, egal was die Menschen von ihm denken.“ Dieses Verlangen hätte ihn auf den Maulbeerfeigenbaum getrieben – jenen Ort also, der zur Begegnung mit Jesus geführt habe.   Ausgerechnet Zachäus, ein Mensch mit geringem Ansehen, habe dadurch die Erfahrung gemacht, von Gott eines Blickes gewürdigt zu werden. „Wo haben wir bereits solche Orte der Erwählung erlebt – Orte, wo Gott mich angeschaut hat?“, stellte der Weihbischof als Frage in den Raum.  

Die „Missio Canonica“ wurde Lehrerinnen und Lehrern aus verschiedenen Schulgruppen erteilt: 16 der insgesamt 123 Junglehrer wurden als kirchliche Religionslehrer beauftragt.

107  Kandidaten erhielten die kirchliche Lehrerlaubnis als Staatliche Religionslehrer: 26 an Grundschulen, 31 an Mittelschulen, sechs an Förderschulen, zwölf an beruflichen Schulen, 19 an Realschulen und elf an Gymnasien. Zwei Lehrer/-innen haben die „Missio Canonica“ nachträglich erworben. 

 

Foto: Maria Steber / pba.
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