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Ulrichswoche

"Miteinander Brücken bauen": Generalvikar Heinrich feiert mit 450 Kindern den Wallfahrtsgottesdienst

06.07.2017

Augsburg (pca). Sie trugen große bemalte Kartons in die Ulrichsbasilika und bauten damit eine bunte Brücke im Altarraum auf: 450 Kinder, Mädchen und Jungen, aus Ehekirchen, Jettingen, Walda, Täfertingen, Rieden, Füssen, Lauerbrunn, Bühl und Augsburg hatten sich zu Hause in ihren katholischen Kindertageseinrichtungen mit ihren Erzieherinnen damit beschäftigt, was es heißt, Brücken zu bauen und selbst Brückenbauer zu werden. Heute sind sie schließlich der Einladung zum Wallfahrtsgottesdienst der Kindertagesstätten an das Grab des heiligen Ulrich gefolgt. Generalvikar Harald Heinrich, der die Kinder am Nordeingang der Basilika begrüßte, zeigte sich angetan von der großen Zahl der Kinder. „Brücken sind wunderbare Dinge“, sagte er zu ihnen, „denn sie eröffnen uns kurze Wege von der einen zur anderen Uferseite und damit auch von Mensch zu Mensch.“

In seiner Predigt stellte er den Bistumspatron als einen Mann vor, „der Brücken zwischen uns Menschen und Gott bauen wollte“. So habe er die Menschen besucht, ihnen geholfen, Geschichten von Jesus erzählt, aus der Bibel vorgelesen, gemeinsam mit ihnen gebetet, Kirchen gebaut und die Menschen auf diese Weise immer wieder spüren lassen, dass Gott für sie da ist“. So wie die Brückensteine der Kinder aus Karton für sich allein nie eine Brücke bilden könnten, „so kann man Brücken nur miteinander bauen“, sagte Generalvikar Heinrich.

Dazu gehöre es auch, von Jesus zu Hause zu erzählen und zwar so schnell wie möglich. „Trödel nicht so herum! Kennt Ihr diesen Spruch?“, fragte der Generalvikar die Kinder. „Ja“, war aus den Bankreihen der Basilika zu hören. „Jesus will uns sagen, dass wir keine Zeit dabei verlieren dürfen, all das, was wir an Schönem und Gutem durch Gott erfahren, an andere weiter zu erzählen.“

Gemeinsam mit zwölf weiteren Priestern spendete Generalvikar Heinrich jedem Kind und Erwachsenen den Einzelsegen. Danach reihten sich die Kinder in die lange Schlange auf dem Weg hin zum Reliquienschrein des heiligen Ulrich ein. Dort erläuterte ihnen der Neupriester Mathias Breimeier, was es mit dem Schrein auf sich hat, wann der Heilige Ulrich gelebt hat und warum er heute noch verehrt wird. Nach dem Besuch des Ulrichsaltars konnten die Kinder eine Stärkung in besonderer Form in Empfang nehmen. Das Referat Kindergartenpastoral des Bischöflichen Seelsorgeamtes und das Referat Kindertageseinrichtungen des Caritasverbandes für die Diözese Augsburg e. V. hatten nicht nur gemeinsam den Gottesdienst vorbereitet. Sie hatten eigens 500 kleine Brote in der Form eines Fisches backen lassen. Dieses Brot sollte die Kinder an das Kennzeichen des Heiligen Bischofs Ulrich erinnern, der sich immer auch für die Armen eingesetzt hatte.