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Dekanate Memmingen und Mindelheim

Seelsorgeamt: Prälat Meier sieht in neuen Räumen der Außenstelle Memmingen „seelsorgliche Tankstelle“

Prälat Dr. Bertram Meier bei der Segnung der neuen Räume zusammen mit der Memminger Büroleiterin Magali Bassolet und Robert Mayer, dem Geschäftsstellenleiter des Seelsorgeamts. (Fotos: Karl-Georg Michel/pba)
Prälat Dr. Bertram Meier bei der Segnung der neuen Räume zusammen mit der Memminger Büroleiterin Magali Bassolet und Robert Mayer, dem Geschäftsstellenleiter des Seelsorgeamts. (Fotos: Karl-Georg Michel/pba)
27.01.2017

Memmingen (pba). Prälat Dr. Bertram Meier, Leiter des Bischöflichen Seelsorgeamts, hat gestern Nachmittag die neuen Räume der Außenstelle Memmingen gesegnet. Der Segen Gottes gelte nicht nur einer Immobilie, „sondern vor allem den Menschen, die hier arbeiten oder in dieses Haus kommen, um die von der Diözese Augsburg angebotenen vielfältigen Dienste in Anspruch zu nehmen“. Domdekan Meier betonte, eine Außenstelle sei keine Verwaltungsbehörde, „sondern eine seelsorgliche Tankstelle. Es ist sehr, sehr schön, dass hier verschiedene Zapfsäulen stehen und dass sie gut angenommen und abgerufen werden.“

Das Angebot der Außenstelle richtet sich zum einen an die Haupt- und Ehrenamtlichen in den Pfarreien, Pfarreiengemeinschaften und Dekanaten, zum anderen aber auch an Menschen, die Rat und Hilfe suchen. Untergebracht sind in den Räumen in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt die Psychologische Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen, die Gemeindeentwicklung, die Katholische Jugendstelle, die Ehe- und Familienseelsorge sowie die Frauenseelsorge. Die zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Außenstelle boten bisher ihre Dienste im Maximilian-Kolbe-Haus in der Memminger Innenstadt an. Nachdem im Zuge der Errichtung der Pfarreiengemeinschaft Memmingen Räumlichkeiten der Pfarrei Mariä Himmelfahrt frei wurden, konnten diese nun für die Belange des Seelsorgeamts umgebaut werden. Domdekan Meier dankte deshalb der Pfarrei für die Bereitschaft, der Außenstelle eine neue Heimat zu bieten. „Für die Pfarrei selbst darf es eine Beruhigung sein, dass ihr Pfarrheim auf längere Sicht kirchlich genutzt wird.“

Das Aufgabengebiet der Außenstelle erstreckt sich auf die Dekanate Memmingen und Mindelheim. Stellvertretend für den Landrat des Landkreises Unterallgäu, Hans-Joachim Weirather, richtete Kreisrätin Marlene Preißinger ein Grußwort an die Gäste der Einweihungsfeier. Die Kirche müsse zu den Menschen gehen, betonte sie. In der heutigen Zeit sei das mehr denn je angebracht. Sie würdigte dabei in besonderer Weise den Dienst, den die Außenstelle für die Mitmenschen leiste. „Wir werden alles dafür tun, um dieses Engagement zu unterstützen“, bedankte sie sich. Auch Memmingens dritter Bürgermeister Werner Häring betonte in seinem Grußwort das umfassende Engagement für die Haupt- und Ehrenamtlichen. Ohne ein Engagement wie dieses würde die Gesellschaft zusammenbrechen. Der Memminger Stadtrat werde die Außenstelle in ihrem Einsatz immer begleiten.

Verantwortlich für den Umbau der Räumlichkeiten war der Memminger Architekt Franz Arnold. Er stand dabei vor einer besonderen Herausforderung: Das Gebäude sei zwar erst sechzig Jahre alt, stehe aber schon unter Denkmalschutz, blickte er auf das Bauvorhaben zurück. In den 1950er Jahren war das Ensemble mit Kirche, einem fast 50 Meter hohen Turm sowie einem angrenzenden Kreuzgang mit einem Wohngebäude errichtet worden, um tausenden Kriegsflüchtlingen im Osten Memmingens eine neue geistige Heimat zu bieten. Architekt war der aus dem Allgäu stammende Thomas Wechs. „Mein Anspruch war es“, so Architekt Arnold, „dieses denkmalgeschützte Gebäude zu respektieren und alles, was wir machen, diesem schönen Gebäude unterzuordnen.“ Diese Verbindung von Altem und Neuem sei inspirierend für alle. Dass ihm dies gelungen ist, bestätigte gestern Martin Uhl, der Leiter der Psychologischen Beratungsstelle, gegenüber der Pressestelle: „Es ist sehr schön geworden und das freut uns.“