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Berufe der Kirche

„Zeichen zum Leben hin“: Bischof Konrad beauftragt sechs Mitarbeiter für den pastoralen Dienst

Heute von Bischof Konrad in den pastoralen Dienst ausgesendet: (v.l.) Julia Spanier, Sabrina Jehle, Prisca Leeb, Michael Rösch, Nadine Steiner, Marlies Landherr. (Fotos: Simone Zwikirsch / pba)
Heute von Bischof Konrad in den pastoralen Dienst ausgesendet: (v.l.) Julia Spanier, Sabrina Jehle, Prisca Leeb, Michael Rösch, Nadine Steiner, Marlies Landherr. (Fotos: Simone Zwikirsch / pba)
15.09.2018

Augsburg (pba). Bischof Dr. Konrad Zdarsa hat heute bei einem feierlichen Gottesdienst im Hohen Dom vier Pastoralreferent/-innen und zwei Gemeindereferentinnen in den pastoralen Dienst der Diözese Augsburg ausgesandt. „Die Aussendung von sechs Anwärterinnen und Anwärtern in den pastoralen Dienst unseres Bistums ist ein Zeichen zum Leben hin“, betonte Bischof Konrad in seiner Begrüßung und nahm dabei Bezug auf das Leitwort der Aussendungsfeier: „Zeichen setzen + zum Leben hin“.

In seiner Predigt machte Bischof Konrad die zentrale Bedeutung dieses Leitwortes für den pastoralen Dienst aber auch für den Auftrag aller Gläubigen deutlich. „Das Leitwort dieser Aussendungsfeier können Sie getrost über ihrer aller Dienst und Leben schreiben!“ Schließlich bezeichne es doch den weiten Horizont und die einzigartige Perspektive, die uns als katholische Christen offenstehe, so der Bischof. Auch das Kreuzzeichen, das in diesem Leitwort zu finden ist, sei dafür - auch in geometrischer Hinsicht - ein Wegweiser: „Für jeden, der die Beziehung zur Vertikalen, nämlich zum lebendigen Gott, in Lobpreis und Gebet aufrecht erhält und dabei die Verbindung zur Horizontalen, nämlich zu den Menschen, nicht abreißen lässt, ist das Kreuz Christi das Zeichen zum Leben schlechthin“, erklärte er.

„Mit Ihrem Entschluss, sich heute in den pastoralen Dienst unseres Bistums aussenden zu lassen, beschreiten Sie den Weg des konkreten Lebens auf dem Sie die lebendige Begegnung mit Gott und den Menschen im Dienst der Kirche suchen“, wandte sich Bischof Konrad an die Auszusendenden. So sei er doch jedes Jahr aufs Neue fasziniert von den Motivationen und Beweggründen der Kandidaten, einen Dienst als Gemeindereferentin oder Pastoralreferent/-in anzutreten. „Fast gleichlautend ist dabei immer die Rede von der Gemeinschaft des Glaubens, vom Wachstum im Glauben und von der Freude, den Glauben miteinander zu teilen, miteinander auf dem Weg des Glaubens zu sein und einander zu begleiten“, so der Bischof. Die Kirche bedürfe daher des Dienstes, der Feinfühligkeit und des Gebets der Auszusendenden, „damit sie mit ihrer Lebensführung und ihrem Beispiel selber zum Zeichen werden, das zum Leben hinführt“.

 

 

In unseren Kurzportraits können Sie mehr über die neuen Gemeindereferentinnen und Pastoralreferent/-innen erfahren.

 

Zu den Berufen:

Pastoralreferenten/-innen arbeiten als Theologen mit kirchlichem Auftrag in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen und übernehmen dort Aufgaben in der sogenannten Kategorialseelsorge, zum Beispiel in der Krankenhaus- und Gefängnisseelsorge sowie in den Bereichen Ehe- und Familienpastoral, Gemeindeentwicklung und Erwachsenenbildung. Teilweise werden Pastoralreferenten auch in Pfarrgemeinden eingesetzt. Voraussetzung für den Beruf des Pastoralreferenten ist ein Theologiestudium und die Teilnahme am Interessenten- und Bewerberkreis für Pastoralreferenten/-innen der Diözese Augsburg. Nach dem Studium ist die vierjährige Pastoralassistentenzeit zu absolvieren, die mit der zweiten Dienstprüfung endet. 

Gemeindereferenten/-innen arbeiten in der Regel selbstständig in einer Seelsorgeeinheit unter der Leitung eines Pfarrers und im Religionsunterricht an Grund-, Mittel- und Förderschulen. Im pastoralen Bereich sind sie zum Beispiel eingesetzt in der Kinder- und Jugendarbeit, der Sakramentenkatechese, der Erwachsenenbildung sowie in der Schulung und Begleitung von Ehrenamtlichen. Sie leiten und begleiten Glaubenskurse, moderieren Arbeits- und Gesprächskreise und vernetzen und koordinieren Anliegen von Gruppen und Einzelpersonen. Für die Ausbildung zum Gemeindereferenten sind ein religionspädagogisches Studium und die Teilnahme am Bewerberkreis für Gemeindereferenten/-innen der Diözese Augsburg Voraussetzung. Nach dem Studium und dem berufspraktischen (Halb-)Jahr schließt sich eine zweijährige Assistenzzeit in einer Seelsorgeeinheit und im Religionsunterricht an, die mit der zweiten Dienstprüfung abgeschlossen wird.

 

Wenn Sie sich für einen pastoralen Beruf interessieren, wenden Sie sich an den Fachbereich Personalgewinnung und Ausbildung:

Haus Katharina von Siena, Thommstrasse 24a, 86153 Augsburg E-Mail: ausbildung.pa-ga-ph@bistum-augsburg.de Tel.: 0821 3166-1211 oder -1213