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Eremit

Der Eremit, der "in strengerer Trennung von der Welt, in der Stille der Einsamkeit" (can. 603 § 1,2) dem Leben des Gebetes, der Buße und dem Lob Gottes zum Heil der Welt Vorrang gibt, weist auf das innere Geheimnis der Kirche hin. Sein Leben ist eine stille Predigt Christi (vgl. KKK Nr. 921).

Mit dem CIC 1983 ist ein eremitisches Leben ermöglicht worden, dass nicht zwingend an einen Oren gebunden ist, so wie in den ersten Jahrhunderten der Kirche üblich war. Durch ein Gelübde oder durch eine andere heilige Bindung in die Hände des Diözesanbischofs verpflichtet sich der Eremiti auf die drei evangelischen Räte (vgl. can. 603 § 2). Unter Wahrung seiner spezifischen Lebensform lebt er unter Leitung des Diözesanbischofs.

Neben den gottgeweihten Jungfrauen gehören die Eremiten bzw. Anachoreten zu den ältesten Formen des geweihten Lebens, sich an die evangelischen Räte halten.

 

Keine Weltflucht

Die "strengere Trennung von der Welt" bedeutet für den Eremiten keine Weltflucht (es gibt Eremiten die mitten in der Stadt wohnen), sondern eher eine innere Wachsamkeit des Herzens, eine größere Loslösung von allem, was von Gott trennt.

In schweigendem Hinhören auf Gott wird er zu einer tieferen Verbundenheit mit Christus, der Kirche und den Menschen geführt. Das Gebet des Eremiten ist stellvertretendes Gebet, damit alle gerettet werden (1 Tim 2,4). Dafür betet, kämpft und leidet der Eremit, und dadurch wird in seiner Lebensform deutlich, dass Gottesliebe und Nächstenliebe zusammengehören.

 

Gesellschaften des apostolischen Lebens

Wer keinem Orden betreten will, kann ein geweihtes Leben als Mitglied einer Gesellschaft des apostolischen Lebens führen. Mitglieder einer Gesellschaft des apostolischen Lebens. Sie führen ein Leben gemäß den Konstitutionen und der eigenen Lebensordnung in Gemeinschaft und streben nach Vollkommenheit der Liebe. "Unter ihnen gibt es Gesellschaften, in denen die Mitglieder durch irgendeine in den Konstitutionen festgelegte Bindung die evangelischen Räte übernehmen (can. 731 § 2)".

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"Mit freundlicher Genehmigung von Ordinariatsrätin Maria Luisa Öfele (Bistum Regensburg)". Link zur Originalseite.