Eremit*in

Neben den gottgeweihten Jungfrauen gehören die Eremiten bzw. Anachoreten zu den ältesten Formen des geweihten Lebens. In unserem Bistum leben zur Zeit ein Eremit und zwei Eremitinnen.

Die "strengere Trennung von der Welt" bedeutet für den Eremiten keine Weltflucht, so gibt es durchaus auch Eremiten, die mitten in der Stadt wohnen. Im eremitischen Leben geht es besonders um eine innere Wachsamkeit des Herzens und eine größere Loslösung von allem, was von Gott trennt.

In schweigendem Hinhören auf Gott will diese Lebensweise zu einer tieferen Verbundenheit mit Christus, der Kirche und den Menschen führen. Das Gebet ist stellvertretendes Gebet, damit alle gerettet werden (1 Tim 2,4).

"Auch wenn sie die drei evangelischen Räte nicht immer öffentlich geloben, weihen die Eremiten (Einsiedler) durch strenge Trennung von der Welt, in der Stille, der Einsamkeit, durch ständiges Beten und Büßen ihr Leben dem Lob Gottes und dem Heil der Welt. Sie zeigen jedem das Innere des Mysteriums der Kirche auf: die persönliche Vertrautheit mit Christus.

Den Augen der Menschen verborgen, ist das Leben des Eremiten eine stille Predigt Christi. Der Einsiedler hat sein Leben ganz Christus übergeben, weil dieser für ihn alles ist. Es ist eine besondere Berufung, in der Wüste, im geistlichen Kampf die Herrlichkeit des Gekreuzigten zu finden." (KKK 920f) 

Hier gelangen Sie zur Homepage der Eremiten in Deutschland.