Priestergemeinschaft Charles de Foucauld

Die Priestergemeinschaft „Jesus Caritas" gehöt zur weltweiten geistlichen Familie Charles de Foucauld. Vor dem Krieg entstanden die Ordensgemeinschaften der „kleinen Brüder" und der „kleinen Schwestern". Nach 1945 waren es die verschiedenen Säkularinstitute und Gemeinschaften von Christen aller Stände. Die Anfänge der Priestergemeinschaft „Jesus Caritas" reichen in die Mitte der 50er Jahre zurück.
In der Nachfolge Jesus wird Charles de Foucauld für jede dieser Gemeinschaften zum wichtigen Wegbegleiter und Impulsgeber. „Um Jesus und des Evangeliums Willen" ging Bruder Karl, wie er liebevoll auch genannt wird, mutig neue Wege und setzte sein Leben ein für die Ärmsten der Armen.

Das Zeugnis Charles de Foucaulds:
1858 in Straßburg geboren, verlor Charles de Foucauld sehr früh seine Eltern und als junger Mann auch seinen Glauben. Nach bewegten Jahren als Offizier fand der adelige Lebemann und berühmte Marokkoforscher im Alter von 28 Jahren wieder zum katholischen Glauben zurück. Seine Bekehrung verband er mit einer einzigen Konsequenz: „Sobald ich glaubte, dass es einen Gott gibt, konnte ich nur mehr für ihn leben." Lange Jahre der Suche führten ihn in strenge Klöster und an Stätten im hl. Land.
1901 zum Priester geweiht, will er sich selbst allen Menschen hingeben. Bei den Tuareg in Zentralafrika findet er schließlich seinen Platz, wo er eine Stätte des Gebetes und der Gastfreundschaft gründet, um den Ärmsten der Welt das Evangelium der Liebe zu bringen, um im Fremden und in den geringsten Brüdern und Schwestern Jesus, den Herrn, selbst zu entdecken.
Am 1.12.1916 wird der Priester, Einsiedler und „Bruder aller Menschen" bei einem Raubüberfall von Aufständischen erschossen. 17 Jahre später geht der Samen seines Glaubenszeugnisses auf.

Spiritualität:
Die Schwerpunkte der Spiritualität der Priestergemeinschaft „Jesus Caritas" sind in der „Wegweisung" vorgegeben. Die folgende Gliederung ist der Wegweisung entnommen. Die Stichpunkte drücken aus, um was es geht:
• Geist und Ziel: Um Jesus und des Evangeliums Willen; allen Menschen Bruder werden; uns dem Vater überlassen
• An den Brennpunkten von Kirche und Welt
• Im Geiste Bruder Karls „Jesus, das eine Maß"
• Wege der Priestergemeinschaft: Bruderschaft, Lebensbetrachtung, unterwegs zu einem kontemplativen Leben, Engagement und Versprechen.

Wichtig für die Mitglieder im deutschen Sprachraum (etwa 400 Mitglieder in Deutschland, davon 70 in Bayern) ist die erste Zugehörigkeit zum Diözesanklerus. Die Mitglieder sind „normale" Pfarrer bzw. in Sonderaufgaben tätige Priester, aber empfangen durch die Priestergemeinschaft für die Berufung wertvolle Hilfen, Impulse und Ermutigung.

In der Diözese Augsburg:
In der Diözese Augsburg gibt es zurzeit drei Gruppen mit fünf bis acht Mitgliedern. In zwei der drei Gruppen gehören zum Kreis der Priester verschiedenen Alters auch Mitarbeiterinnen in der Pastoral. Sie treffen sich monatlich zum „Bruderschafts-/Geschwisterschaftstreffen" in Augsburg, Oberschönenfeld und Landsberg. Die Treffen sind geprägt durch folgende Elemente:

• Persönlicher Gedanken- und Erfahrungsaustausch
• Hören auf das Wort Gottes (Schriftgespräch)
• Befassen mit aktuellen Themen
• Lebensbetrachtung (revision de vie)
• Eucharistische Anbetung (darf nicht fehlen genauso wenig wie die Tischgemeinschaft).
Darüber hinaus sind wir eingebunden in den Austausch und die Begegnung überdiözesaner Treffen.

Wir freuen uns über Anrufe, Anfragen, Besuche von Interessierten.

Peter Brummer, Kirchenstraße 10, 82327 Tutzing, Tel. 08158/993333
Wolfgang Kretschmer, Bgm.-Kaifer-Str. 6, 86356 Neusäß, Tel. 0821/467965
Martin Rudolph, Magnus-Hackl-Str. 6, 86929 Penzing, Tel. 08191/8909
Toni Linder, Giso-Ring 15, 87616 Marktoberdorf, Tel. 08342/915247