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Ordensleben

"Das Ordensleben macht als Weihe der ganzen Person eine von Gott gestiftete wunderbare Verbindung in der Kirche sichtbar und ist ein Zeichen der kommenden Welt. So vollzieht der Ordensangehörige seine völlige Hingabe gleichsam als Gott dargebrachtes Opfer, wodurch sein ganzes Dasein zu einer beständigen Verehrung Gottes in der Liebe wird." - so beschreibt Can. 607 § 1 das Wesen des Ordenslebens.

 

Zeichen der kommenden Welt

Als "Zeichen der kommenden Welt" kündigen die Ordensleute den auferstandenen Herrn an und weisen auf das ewige Leben hin. Durch die Hingabe nimmt ihr gottgeweihtes Leben eucharistische Züge an (vgl. LG 45). Die ständige Verehrung Gottes, weist auf die liturgische Dimension dieses Lebens hin. Es wird sozusagen zum "Gottesdienst", Dienst für Gott und an den Menschen.

"Der Ruf, Christus durch eine besondere Weihe nachzufolgen, ist ein Geschenk der Dreifaltigkeit an das ganze Volk der Erwählten. Die geweihten Männer und Frauen erkennen in der Taufe den gemeinsamen sakramentalen Charakter und teilen mit den anderen Gläubigen die Berufung zur Heiligkeit und zum Apostolat. Indem sie Zeichen für die universale Berufung sind, machen sie die besondere Sendung des geweihten Lebens sichtbar" (Nachsynodales Schreiben Vita Consecrata (VC) über das geweihte Leben und seine Sendung in Kirche und Welt (1996), Deutsche Bischofkonferenz, Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls, Heft 125).

 

Vielfalt der Ordensgemeinschaften

In der Vielfalt der Ordensgemeinschaften (diözesanen oder päpstlichen Rechts, Missionsorden, "aktive" oder "kontemplative") kommt die Weihe und Fülle der Merkmale des Reiches Gottes in seiner Kirche zum Ausdruck. Keine Gemeinschaft kann alle Wesenszüge Christi und des Reiches Gottes leben, aber alle bringen durch Ihr jeweiliges Gründercharisma etwas Unwiederholbares in das Leben der Gesamtkirche in.

 

"Mit freundlicher Genehmigung von Ordinariatsrätin Maria Luisa Öfele (Bistum Regensburg)". Link zur Originalseite.