St. Veith

In Oberwindach steht in aussichtsreicher Lage über dem Tal die kleine Filialkirche St. Vitus.
Sie ist erstmals 1170, ferner 1216 urkundlich genannt. 1631 wird sie vom Kloster Dießen neu errichtet. Möglicherweise enthält jedoch der Altarraum mit dreiseitigem Schluss, und Sockel spätgotische Mauerreste. Im nördlichen Chorwinkel steht der Turm mit niedrigem Spitzhelm. Das Langhaus hat eine Flachdecke, während das Gratgewölbe im Chor an gotische Bauelemente erinnert. Der hübsche Hochaltar mit gedrehten Säulen- paaren und reichem Akanthusschnitzwerk am Auszug enthält ein gutes Bild mit dem Martyrium des hl. Vitus von Melchior Steidl, 1687; anstelle der Seitenaltäre (ehemals aus Stuckmarmor von dem Wessobrunner Tassilo Zöpf) ein Gemälde: links hl. Laurentius (bez. »B. Hauber, Landsberg, 1848«), rechts hl. Sebastian von Sebastian Jaud aus Haid b. Wessobrunn, 1795.
Von einzelnen kleineren Holzfiguren sind eine spätgotische Madonna und ein barockes Vesperbild zu nennen - Renovierung 1960.