Unsere Filialkirche St. Nikolaus in Daxberg

Unsere Filialkirche braucht unsere und Ihre Hilfe.

Deshalb bittet die Kirchenverwaltung St. Nikolaus Daxberg um Spenden:

Unsere Kirche St.Nikolaus in Daxberg befindet sich leider in einem sehr schlechten Zustand. So sind große Risse im Kirchenschiff außen und innen gut erkennbar. Ebenso sind die tragenden Deckenbalken teilweise morsch. Darüber hinaus bröckelt die Außenfassade

Wie Sie aus den Bildern unschwer erkennen können, sind Renovierungsmaßnahmen unabwendbar, was auch die gründliche Analyse aller Schäden durch die Fachbehörden ergeben hat. Die bischöfliche Finanzkammer hat die Kosten für die Renovierungsarbeiten auf 600.000,--€ beziffert. 75% der Kosten werden von Augsburg übernommen. Der Restbetrag von 150.000,--€ muss anderweitig aufgebracht werden. Auch wenn unsere  Aktivitäten für weitere Zuschüsse erfolgreich sein werden, was natürlich noch nicht sicher ist, wird eine größere Deckungslücke bleiben. Die Baumaßnahme wird aufgrund der Dringlichkeit bereits in 2019 beginnen, sofern die Finanzierung bis Mitte 2018 steht.

Sie sind sicherlich, wie wir, der Meinung, dass es wert ist, unsere über 800 Jahre alte Kirche, zu erhalten, die auch unseren Dorfmittelpunkt bildet. Wir bitten Sie deshalb um eine großzügige finanzielle Unterstützung. Geben Sie bitte bei Überweisungen oder bei Zuwendungen über andere Wege als Verwendungszweck „Spende Kirche Daxberg“ an. Gerne stellen wir Ihnen auf Wunsch auch eine Spendenquittung aus.

Wir bedanken uns schon vorab und sagen ein herzliches Vergelt’s Gott

Pfarrer Ralf Czech und Kirchenpfleger Hubert Wörz.

Bankverbindung der Katholische Kirchenstiftung Daxberg:
 Raiffeisenbank Iller-Roth-Günz, IBAN: DE 18 7206 9736 0007 1269 64
 Verwendungszweck: Spende Kirche Daxberg

Wir hoffen, dass unsere Kirche nach den Renovierungs-Arbeiten hoffentlich wieder so aussehen wird, wie auf dem unteren Bild, der Südansicht.

Geschichte der Filialkirche St. Nikolaus Daxberg

St. Nikolaus in Daxberg

Wann die Pfarrei Erkheim entstand, seit wann die zwei Erkheimer Pfarreien nebeneinander bestehen, ist ungewiss. Daxberg gehört zur unteren Pfarrei. Die obere Pfarrei Erkheims wurde bekanntlich 1537 erstmals und ab 1649 endgültig protestantisch.
Im Jahr 1167, dem Jahr, als Herzog Welf IV. eine Pilgerreise ins Heilige Land antrat, erwarb Abt Isingrim von Ottobeuren in Köln viele Reliquien. Ein Teil derselben verblieb in Ottobeuren, der andere Teil wurde an 77 Kirchen und Kapellen in Schwaben verteilt. Unter den so Beschenkten war auch die Filialkirche St. Nikolaus in Daxberg. Sie wird in diesem Zusammenhang erstmals urkundlich erwähnt.

Es darf angenommen werden, dass es also in Daxberg schon eine geraume Zeit vor 1167 eine Kirche gegeben hat. (Weitnauer, Mundle, Rohrhirsch).

Im Jahre 1576 erfahren wir aus dem Inventarverzeichnis der Burg Oberdaxberg von einem Weihebrief der Daxberger Kirche von 1565. Es könnte sich dabei um die Weihe des bei der Renovierung von 1990/91 freigelegten ursprünglichen Kirchengebäudes gehandelt haben, das später nach Osten hin erweitert und mit einem Turm versehen wurde. (Stadtarchiv Memmingen, Wolf) Dieses kleine Kirchlein (heute würde man wohl eher von einer Kapelle sprechen) trug vermutlich einen Dachreiterturm. Seine Außenwände, von denen drei erhalten sind (sie bilden - wie oben schon angedeutet - den westlichen Teil des heutigen Kirchengebäudes), waren durch eine Vielzahl von Pilastern gegliedert, verbunden durch Blendbögen. Dieser Schmuck ist 1991 wieder fachgerecht restauriert worden. Auch die ursprünglichen Simsprofile konnten wieder erneuert werden bis auf das ehemalige Traufgesims, das vermutlich anlässlich des, Erweiterungsbaues von 1710 abgeschlagen wurde.

Gleichzeitig dürften damals auch die zahlreichen Stuckprofile entfernt worden sein, die sich in den Feldern zwischen den Pilastern befanden. Die Umrisse dieses Profilschmuckwerkes wurden beim Entfernen des Rauhputzes während der letzten Renovierungsarbeiten deutlich sichtbar. Dabei entdeckte man auch die Fenster und das Portal der ehemaligen Kirche. Es muss im Innenraum ziemlich dunkel gewesen sein, denn Licht trat nur durch drei kleine Rundfenster (Durchmesser: 65 cm) und zwei kleine Rechteckfenster an der Südseite sowie zwei winzige, rechteckige Fensteröffnungen an der Westseite ein. An der Nordseite befand sich mittig angeordnet die Eingangstüre mit einem Rundbogen, jedoch kein Fenster. Ob sich an der nicht mehr vorhandenen Ostseite noch Fensteröffnungen befanden, bleibt Spekulation, doch wäre es denkbar, dass auch dort zwei kleine Rechteckfenster wie auf der Westseite angeordnet waren.

Um das Jahr 1700 begannen die Planungen für einen Erweiterungsbau. Das alte Kirchlein war zu klein geworden. Die Baumaßnahmen umfasste eine Verlängerung des Kirchenschiffs mit Chorraum auf etwa das Doppelte der bisherigen Bausubstanz sowie eine Erhöhung um etwas mehr als einen Meter. Bei der gründlichen Untersuchung während der Renovierung 1990/91 wurde deutlich, dass der heutige Kirchturm ebenfalls im Zuge des damaligen Kirchenerweiterungsbaues erstellt wurde. In der Fachliteratur ist vielfach von einem Turmunterteil aus der Gotik die Rede, was offensichtlich freie Erfindung ist.

Die bei der letzten Renovierung 1990/91 freigelegte ältere Fassung der Malerei an der Decke von Kirchenschiff und Chorraum sowie an den Innenwänden kann evtl. bei dieser Erweiterungsmaßnahme entstanden sein.

Der Altar im Innenraum der Kirche

Im Jahre 1710 schließlich, am 10. Mai, wurde die Nikolauskirche in Daxberg von H. H. Weihbischof aus Augsburg konsekriert. Der Hochaltar ist dem hl. Nikolaus und den 14 Nothelfern geweiht. Anlässlich dieser Kirchweihe wurden in Daxberg 13 Personen gefirmt. Ein einmaliges Ereignis dürfte für die kleine Gemeinde Daxberg die Firmung von nicht weniger als 94 Personen im Juli 1738 gewesen sein. Den nächsten Hinweis auf die Daxberger Kirche erhalten wir aus dem Jahre 1762. Am 2. September weihte Pater Theodor Deubler aus Baumgärtle feierlich einen neuen Kreuzweg.

Es vergehen fast 100 Jahre, bis wir erneut Kunde von der Nikolauskirche erhalten. 1860 wurde sie gründlich renoviert. Wie aus Etatentwürfen und Kostenvoranschlägen von 1859 zu entnehmen ist, waren erhebliche Reparaturen erforderlich.

So lesen wir beispielsweise: “Es soll der ganz ruinöse Thurm mit dessen Dachstuhl repariert werden, was nach beiliegendem Voranschlage 46 fl 48 kr kostet. Daxberg, den 12. Mai 1859.” Es hat sich bei der Renovierung von 1860 um eine Außen- und Innenrenovierung gehandelt. Der Innenraum der Kirche wurde neu ausgemalt und erhielt zwei neu hergestellte Nebenaltäre. Die zugehörigen Altarbilder wurden von einem Maler Dollenbacher aus Blaichen bei Krumbach gemalt. Eines stellt die Gottesmutter, das andere die 14 Nothelfer dar. Die Nebenaltäre wurden später aus der Kirche entfernt. Die Altarbilder aber sind, wenn auch in sehr schlechtem Zustand, erhalten geblieben. Der Restaurator, Herr Harzenetter aus Sontheim, hat sie 1991 mustergültig restauriert. Sie bilden heute einen herrlichen Schmuck im Chorraum unserer Kirche.

Die beim Erweiterungsbau von 1700 erwähnte Malerei an der Decke von Kirchenschiff und Chorraum sowie an den Wänden (um die Fenster) könnte auch von 1860 stammen, denn Pfarrer Pfarrer Rohrhirsch schreibt: “Das Innere der Kirche war sehr vergangen, 1860 gemalt, daher wurde die Kirche 1903 neu ausgemalt....” 1861 bekam die frisch renovierte Kirche einen neuen Kreuzweg. Er wurde von H. H. Pfarrer und Geistl. Rat Königsberger aus Erkheim benediziert. Aus dem Jahre 1866 erfahren wir, dass sich der Daxberger Mesner weigerte, die Turmuhr ohne weitere Entschädigung aufzuziehen. Das kgl. Bezirksamt in Memmingen fällt am 23. März eine Entscheidung: “Die Turmuhr ist Eigentum der politischen Gemeinde Daxberg, welche daher die Uhr zu unterhalten hat, aber der Besitzer des Mesnergutes (Hs. =No. 5) ist schuldig, die Turmuhr aufzuziehen. Derselbe bezieht aus einer kleinen Entschädigung aus der Kirchenstiftung, etwas Getreide und er hat einige Grundstücke zu eigen, die einstens Lehen der Kirchenstiftung waren, auch von der Gemeinde hat er einige Bezüge." (Rohrhirsch)

Eine interessante Episode berichtet der Chronist aus dem Jahre 1888: “Am 6. Dezember 1888, das ist St.-Nikolaus-Fest in Daxberg, war das Wetter so sommerlich, daß die Festgäste in Daxberg bis tief in die Nacht im Freien saßen.” (Brennich)

1899 erhielt die Kirche zwei schöne Statuen: Die Muttergottes und St. Josef.

1901 wurden in die Fensteröffnungen des Chorraumes die alten aber gut restaurierten Glasgemälde aus Erkheim eingesetzt. 1903 wurden auch die restlichen drei Fenster mit neuen Verglasungen versehen, ausgeführt von der Fa. Eichleitner & Lipp aus Göggingen zu einem Preis von 500 Mk. Im Zuge dieser Renovierungsmaßnahmen wurde die Kirche auch seit 1860 erstmals wieder neu ausgemalt von den Malern Haugg aus Sontheim zu einem Preis von 600 Mk. (Rohrhirsch)

Diese damals aufgebrachte ornamentale Malerei wurde bei der Restaurierung 1990/91 wieder freigelegt und im Bereich des Kirchenschiffs fachgerecht restauriert. An der Decke des Chorraumes wurde der älteren (figürlichen) Fassung der Vorzug eingeräumt.

Im Jahre 1904, als Pfarrer Rohrhirsch seine Chronik der kath. Pfarrei schrieb, befanden sich auf dem Turm der Daxberger Kirche zwei Glocken, von denen die kleinere neueren Datums war. Diese kleinere Glocke (117 kg, gegossen 1873) musste am 25. (oder 26. Juni) 1917 kriegsbedingt abgeliefert werden. Man erhielt dafür 526,50 Mark (Fischer). Wie gegen das Ende des 1. Weltkriegs, so wurden auch gegen Ende des 2. Weltkriegs Kirchenglocken beschlagnahmt. Die Schulchronik erzählt: “Im Jahre 1941 am 19. Dezember wurden in unserer Kirche beide Glocken abgenommen und sollten zu Kriegszwecken verwendet werden... Herr Pfarrer Lutz aus Erkheim brachte es soweit, daß wir am 18. Februar 1942 die kleine Glocke wieder bekamen.” Im Jahre 1951 wurde dann wieder eine große Glocke angeschafft und nach einem feierlichen Festakt im Glockenstuhl festgemacht.
Im Jahre 1952 fand wiederum eine größere Kirchenrenovierung statt und zwar innen und außen. Dabei wurden die Seitenaltäre der Kirche entfernt, die Bemalung des Innenraums schmucklos übertüncht und der Außenputz mit einer hässlichen, groben Zementputzschicht überzogen, die alle architektonischen Feinheiten unter sich begrub. Eine evtl. billige, doch letzlich unüberlegte Renovierungsmaßnahme!

Ein großes Ereignis bahnte sich im Jahre 1960 an. 250 Jahre war es her, dass der Erweiterungsbau der St.-Nikolaus-Kirche eingeweiht wurde. Dieses Jubiläum musste feierlich begangen werden! Den Höhepunkt sollte der Einzug des Allerheiligsten in die Filialkirche Daxberg bilden. Man sammelte eifrig für einen neuen, sicheren Tabernakel, für eine Ewig-Licht-Ampel und für einen neuen Speisekelch. Am 27. November war es dann soweit: In feierlicher Prozession wurde das Allerheiligste durch H. H. Abt Vitalis Maier im Beisein von H. H. Pfarrer Brunnhuber und vielen Ehren- und Festgästen von Erkheim nach Daxberg überbracht. Ein denkwürdiger Tag für Daxberg! 1983/84 erhielt die St. Nikolaus-Kirche eine moderne funkgesteuerte Uhr mit automatischem Läutwerk zu einem Preis von 29731,29 DM.

 Die Daxberger Kirche war mittlerweile (seit 1952) in einem erbarmungswürdigen Zustand geraten. Eine Generalrenovierung wurde dringend erforderlich. Im Juni des Jahres 1986 wurde an der Nordseite der Kirche ein kleines Gerüst aufgestellt und eine erste Putzuntersuchung durchgeführt (Adolf Huber, Simon Rambach, Erhard Walter). Dies war der Auftakt für eine umfassende Renovierungsmaßnahme, die aber erst nach langen, zähen Verhandlungen um die Finanzierung verwirklicht werden konnte. Schließlich aber war es soweit:
1990/91: Die Filialkirche St. Nikolaus wird außen und innen gründlich renoviert. Nie wieder darf man sie so verkommen lassen, wie es in den Jahren zuvor der Fall war!

Erhard Walter

Die St. Nikolauskirche in Daxberg hat einen wunderschönen in Holz geschnitzten Kreuzweg.

Wir laden Sie ein, den Kreuzweg zu gehen.