Schneidbach - St. Antonius

St. Antonius

Schneidbach, St. Antonius der Einsiedler, 17. Januar
St. Antonius von Padua, 13. Juni

Die Schneidbacher stiftungseigene Kapelle ist reich ausgestattet. Sie wurde 1634 wohl aus Dankbarkeit für die Errettung vor den Schweden erbaut (vielleicht nur der Chorraum) und im 18. Jahrhundert erweitert. Sakristei und Vorzeichen wurden nachträglich an der Südseite angebaut.

Die Deckenfresken von Josef Sichler aus dem Jahr 1932 sind nicht die originalen. Im Kirchenschiff ist der heilige Antonius von Padua dargestellt als Beschützer der Heimat und ihrer Bewohner, im Chorfresko überstrahlt das Herz Jesu den Ort mit den Bauernheiligen Notburga und Wendelin. An der Emporenbrüstung beschützen Gottvater, die Heiligen Florian und Antonius den Ort. Auch fast alle Ausstattungs-stücke wurden 1923 durch Sichler übermalt.

Der marmorierte Hochaltar stammt aus der Erbauungszeit. Als Altarbilder haben sich zwei Austauschbilder erhalten: die Versuchung des hl. Eremiten Antonius und Maria reicht Antonius von Padua das Jesuskind. Hinter dem Altarblatt befindet sich eine kleine Bühne mit der Ölbergszene. Die Figuren rechts und links sollen die Heiligen Stefanus und Laurentius darstellen, die Erzengel Raphael und Michael sind auf den bemalten Türen seitlich vom Hochalter zu sehen. Die Seitenaltäre zeigen den Kerkerchristus, die Mater Dolorosa, den hl. Joseph und den hl. Sebastian, darüber eine Herz Jesu Darstellung. Im Chorraum befindet sich auch eine Statue der Unbefleckten Empfängnis und zwei Votivkerzen.

Die beiden farbigen Glasfenster aus dem späten 19. Jahrhundert sind sehr schön gestaltet und zeigen die Heiligen Antonius von Padua und Barbara. Die älteren Kreuzwegstationen sind erst 1932 in die Schneidbacher Kapelle gekommen. Die Glocke ist von 1686.