Wank - St. Johann Baptist

St. Johann Baptist

Wank,
St. Johann Baptist, 29. August

Die Wanker Kapelle steht im Herzen des Weilers. Sie wurde 1706 errichtet - wie die Jahreszahl am Weihwasserbecken kündet -, erhielt am 3.1.1709 die Ablaßverleihung und wurde erst am 21.1.1726 durch Weihbischof Johann Jakob von Mayer konsekriert. Die Kapelle hat weitgehend noch die ursprüngliche Ausstattung.

Der marmorierte Altar von 1706 oder 1709 stammt aus der Pfrontener Werkstatt von Nikolaus Babel. Das Altarblatt zeigt die Enthauptung des Johannes und ist flankiert von zwei glatten und zwei gedrehten Säulen mit Weinranken, sowie vier Figuren: Anna-Selbdritt, Andreas, Petrus, Johannes Evangelist. Auf den Segmentteilen des gesprengten Giebels zwei kleinere Erzengelstatuen, dazwischen geschnitzte Wolkengloriole mit Putten. Das Antependium zeigt eine gemalte hl. Barbara im Blätterkranz, umgeben von Blumenranken. An den Wänden rechts und links des Altars zwei Figuren aus der Mitte des 18. Jahrhunderts: die Heiligen Rochus und Johannes der Täufer. Am Chorbogen zwei schwarze Wellenstab-Rahmen aus der Mitte des 17. JH mit folgenden Gemälden: Links Herz-Jesu, Mitte des 18. Jahrhundert, rechts Maria-Trost, Kopie des Gnadenbildes von der Mitte des 18. JH, umgeben von Kunstblumen. An der linken Wand Ölgemälde mit Darstellung der Enthauptung des Johannes, eine freie Kopie nach dem Altarbild, 18. Jahrhundert. An der rechten Seitenwand interessanter bäuerlicher Wiesheiland, um 1750, aus Papiermachè, Roßhaar und Dornen. Diese Figur stand früher zusammen mit zwei Putten in einer Nische an der Außenwand des Chorraum. An der Empore sind die Kreuzwegstationen angebracht. An der linken Wand kleine Votivtafel vom Anfang des 18. JH: Ein Ehepaar betet zur Heiligen Familie. Im Chorraum steht eine Glocke aus Stahl, die 1918 als Ersatz für die abgelieferte Bronzeglocke kam. Sie wurde 1982 durch eine neue Glocke im Dachreiter ersetzt. Eine ältere Glocke ist von 1776. An der Außenseite des Chores, zur direkt dort vorbeiführenden Straße steht in einer Nische seit 1982 ein moderner Wiesheiland.