Die Pfarrkirche St. Martin in Dasing

Geschichte:

Ende des 7. Jahrhunderts besiedelten Alemanen das fruchtbare Land östlich des Lechs. Eine der Ansiedlungen wurde "Tegesinga" nach ihrem Gründer Tegiso, das heutige Dasing, benannt.

Heute wird angenommen, daß neben einem kleinen Weiler auch eine Kirche und ein Friedhof errichtet wurden. Die Kirche war damals schon dem Hl. Martin geweiht.

Die Fundamente des Kirchturms reichen bis in die romanische Stilepoche (1000 - 1250) zurück.

Urkundlich wird die Pfarrkirche in Dasing 1352 erstmalig in den "Friedberger Heimatblättern" erwähnt.

Der Turmhelm und der Chor der Kirche ist in das 15. Jahrhundert zu datieren.

Seit 1678 ist der Pfarrkirche eine Rosenkranzbruderschaft einverleibt, die bis heute in aktiver Form besteht.

Das Kirchenschiff war zu diesem Zeitpunkt im gotischen Stil erbaut und wurde unter Pfarrer Stephan Holl, der von 1742 bis 1784 die Pfarrei inne hatte, von 1753 - 1756 umgebaut und durch ein saalförmiges Langhaus ersetzt. Für die freskale Gestaltung des Innenraums der Kirche konnte der Tiroler Kunstmaler Joseph Mages gewonnen werden.

1938 erfolgte unter Pfarrer Johann Spanier der letzte Umbau des Kirchenschiffes. Der Gemeinderaum wurde dabei um einige Meter verlängert und der bisherige Zugang an der Westseite der Kirche auf 2 Zugänge im Norden und Süden erweitert.

Heute ist die Dasinger Pfarrkirche ein Rokokojuwel, welches von allen Besuchern hoch geschätzt, bewundert und immer wieder gerne besucht wird.

Die ersten Fotos und Stiche zeigen die Kirche mit Ihrem Kirchenschiff vor deren Erweiterung im Jahre 1938.

Alter Stich von Dasing mit Pfarrkirche
Pfarrkirche St. Martin vor der Erweiterung des Gemeinderaumes

Eine kleine Führung durch das Gotteshaus

Die seit 1678 bestehende Rosenkranzbruderschaft bestimmt die gesamte einheitliche Ausgestaltung des Kirchenraumes und läßt die Rosenkranzthematik in den Vordergrund treten.

Das Aussehen des Hochaltars entspricht heute den Restaurierungsarbeiten von 1939.

Altarraum mit Hochaltar

Das Gemälde des Hl.Martin bei der `Mantelteilung´wurde ebenfalls bei den Rstaurierungen im Jahre 1939 ersetzt durch die heutige Darstellung des Hl. Martins als Bischof vonTours.

St. Martinus (Hochaltarbild)

Die beiden Figuren am Hochaltar, der Hl. Dominikus und die Hl. Katharina von Siena weisen auf die Bruderschaftsthematik hin (Rosenkranzspende).

Hl. Dominikus
Katharina von Siena

Der linke Seitenaltar ist den 14 Nothelfern geweiht.

Altar der 14 Nothelfer

Der rechte Seitenaltar ist der Marienaltar mit den 15 Bildmedaillons des freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Rosenkranzes.

Marienaltar / Altar der Rosenkranzbruderschaft

Auf der Westseite des Gemeinderaumes erhebt sich die Doppelempore mit der Orgel.

Blick auf Empore mit Orgel

Die Kanzel und das Missionskreuz schmücken, neben anderen Skulpturen, die linke Seite des Kirchenschiffes. Gegenüber, auf der rechten Seite beherrscht die Pieta das Aussehen der Außenwand des Kirchenschiffes (datiert 1744).

Kanzel
Missionskreuz
Pieta

Figuren die das Kirchenschiff schmücken

Hl. Ulrich
Hl. Afra
Schutzengel

Hl. Michael

Einige beispielhafte Deckenfresken von Joseph Mages

Rosenkranzfresko im Gemeinderaum

Martinusfresko im Chorraum

Auszüge aus dem Freskenzyklus in den Wölbungen der Decke

Kirchenvater Gregor

Kirchenvater Augustinus

Lasterdarstellung

David tötet Goliath

Häretikerdarstellung
Judith

Fresko an der unteren Empore

Christus Salvator

Mit diesen beispielhaft aufgeführten Bildern möchten wir Ihnen einen Eindruck vermitteln, der für Sie einen Besuch unseres Gotteshause wertvoll erscheinen läßt.

Unsere Kirche ist zu den Gottesdienstzeiten und tagsüber bis zurAbenddämm erung geöffnet.