Karfreitag in Stille und Schlichtheit gefeiert

Christus gibt sein Leben, damit unser Leben in Gott Vollendung findet

10.04.2020 16:54

In diesem Jahr wird für viele Menschen das Gehen des Kreuzweges eine bittere Realität. In der Karfreitagsliturgie im Lauinger Martinsmünster beten die wenigen Mitfeiernden stellvertretend für die ganze Pfarrgemeinde St. Martin für alle Kranken, Leidenden, Verfolgten und Sterbenden, aber auch für die Kirche, ihre Hirten und die Verantwortlichen in Staat und Gesellschaft.

Prostratio am Beginn der Liturgie

In Erfüllung der diözesanen Vorgaben, aber in der gleichen Feierlichkeit wie in jedem Jahr, feierte Stadtpfarrer Raffaele De Blasi am Karfreitag um 15.00 Uhr die Liturgie vom Leiden und Sterben des Herrn mit nur wenigen Vertretern der Pfarrgemeinde; das gemeinsame Schauen der Mitfeiernden nicht in die menschenleere Kirche, sondern nach Osten war dabei wie ein sehnsüchtiges Ausschauhalten nach dem wiederkehrenden Herrn, der unsere dem Tod verfallene Welt einmal vollenden wird. Alle Anwesenden waren sich bewusst, dass der diesjährige Karfreitag für viele Menschen auf der Welt ein bisher beispielloser Ernstfall des Mitgehens des Kreuzweges Jesu ist. Stadtpfarrer De Blasi schloss in den Großen Fürbitten des Karfreitags die Opfer der Coronapandemie ein und legte das Schicksal der vielen kranken und sterbenden Menschen, aber auch der Pfleger und Wissenschaftler dem Heiland in die am Kreuz ausgebreiteten Arme, mit denen er voll Erbarmen uns Menschen an Sein liebendes Herz ziehen will.

Während der Johannespassion
Während der Karfreitagsliturgie
Stilles Gedenken während der Passion